Gleich mit zwei alkoholisierten Kraftfahrern hatte es die Verkehrspolizei Erlangen innerhalb weniger Stunden am Samstag zu tun.

Knapp 1,2 Promille hatte ein 55-Jähriger intus, der am Samstag kurz vor 10 Uhr für einen schweren Verkehrsunfall verantwortlich war. Er war mit seinem Sattelzug auf der A3 bei Höchstadt unterwegs und war laut Zeugenaussagen wegen seiner Alkoholisierung nicht mehr fähig, seinen 40-Tonner sicher zu lenken. Deshalb geriet er auf den linken Fahrstreifen. Ein dort fahrender 83-Jähriger konnte nicht mehr reagieren und fuhr mit seinem Auto frontal auf. Während der Wagen des 83-Jährigen nicht mehr fahrbereit auf dem Standstreifen zum Stehen kam, fuhr der Sattelzug noch einige Kilometer weiter. In der Ausfahrt Pommersfelden hielt er dann an, dort wurde er von der Polizei angetroffen. Der Autofahrer und seine 72-jährige Begleiterin wurden mit mittelschweren Verletzungen in die Klinik Erlangen gebracht und dort stationär aufgenommen. An den beiden Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden von knapp 20.000 Euro. Der Lenker des Sattelzuges musste sich nach der obligatorischen Blutentnahme von seinem Führerschein trennen, in diesen wird ein länger geltender Sperrvermerk für Deutschland eingetragen.

Rund zehn Stunden später verunglückte ein Kleintransporter kurz nach der Anschlussstelle Erlangen-West. Der von einem 48-Jährigen gelenkte Transporter kam nach rechts von der Fahrbahn ab und walzte eine Schutzplanke auf eine Länge von 20 Metern nieder. Während der Fahrer unverletzt blieb, dürfte nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 10.000 Euro entstanden sein. Auch bei diesem Kraftfahrer war die Unfallursache schnell klar, ein Alkoholtest ergab einen "stolzen" Wert von nahezu 2,2 Promille. Aus diesem Grund wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein sichergestellt. Seinen Beruf als Kraftfahrer darf er über einen längeren Zeitraum nicht mehr ausüben.

"Die beiden geschilderten Verkehrsunfälle zeigen einmal mehr überdeutlich, dass sich zu viel Alkohol und das Lenken von Kraftfahrzeugen nicht vertragen und zu folgenschweren Situationen führen kann", heißt es abschließend im Bericht der Verkehrspolizei Erlangen.