Mit der Bauchspeicheldrüse, der Pankreas, verbinden die meisten die Regulation des Blutzuckerspiegels. Dabei ist das kleine Organ ebenfalls für die Verdauung wichtig. Bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse nehmen immer weiter zu, doch nicht immer handelt es sich um Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Welche Symptome auf Erkrankungen der Pankreas hindeuten und wie diese diagnostiziert und behandelt werden, darüber spricht Prof. Dr. Robert Grützmann, Direktor der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung. Der Erlanger Experte geht dabei auch auf aktuelle und zukünftige Verbesserungen bei der Behandlung ein. Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht für alle Interessierten ab Montag, 26. April 2021, unter www.uker.de/bvl kostenfrei zum Abruf sowie zum Download bereit.

Erkrankung der Bauchspeicheldrüse: Erlanger Experte gibt Antworten

Sie ist zwischen 15 und 20 Zentimeter lang und wiegt nur rund 80 Gramm: die Bauchspeicheldrüse. Unterschätzt werden darf sie allerdings nicht – das Organ ist ein Multitalent, das für gleich zwei wichtige Prozesse im Körper verantwortlich ist. Zum einen produziert die Pankreas die Stoffwechselhormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren: Insulin sorgt für eine Senkung, Glukagon für einen Anstieg des Blutzuckers. Zum anderen erzeugt das Organ den Bauchspeichel, der zahlreiche Verdauungsenzyme enthält. Diese helfen bei der Spaltung von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten aus der Nahrung, damit sie von der Darmschleimhaut aufgenommen werden können.

„Wie wichtig die Pankreas für den Stoffwechsel ist, wird oft erst dann klar, wenn ihre Funktion eingeschränkt ist“, erklärt Prof. Grützmann. „Die meisten Menschen sind mit dem Diabetes mellitus, der häufigsten Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, vertraut. Bei beiden Typen der sogenannten Zuckerkrankheit ist die Insulinausschüttung des Organs gestört.“ Neben entzündlichen Erkrankungen spielen vor allem Neubildungen, die gutartig oder bösartig sein können, eine wichtige Rolle. „Eine der größten Herausforderungen der modernen Chirurgie ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs“, sagt Robert Grützmann. „Jedes Jahr sterben rund 14.000 Menschen in Deutschland an dieser Krebsart, weil eine Früherkennung meist nicht möglich ist und die Behandlung, vor allem die Operation, sich äußerst schwierig gestaltet.“ In den vergangenen Jahren haben die Erkenntnisse bezüglich Bauchspeicheldrüsentumoren zugenommen. Damit kann die Erkrankung besser diagnostiziert und therapiert werden.

Welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es für Tumoren der Bauchspeicheldrüse gibt und wie die aktuelle Forschung daran arbeitet, Pankreaskrebs zukünftig früher erkennbar zu machen, darüber spricht Prof. Grützmann in seiner Bürgervorlesung „Krebs der Bauchspeicheldrüse – gibt es Verbesserungen in der Behandlung?“. Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht ab Montag, 26. April 2021, unter www.uker.de/bvl zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Robert Grützmann
Tel.: 09131 85-33201 chir-direktion@uk-erlangen.de