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Während andere bei den aktuellen Temperaturen lieber im Warmen bleiben, freut sich ein Franke über die klirrende Kälte ganz besonders – und hat die frostigen Temperaturen für ein ungewöhnliches Projekt genutzt: Lukas Wolf hat mit seinen Freunden im Erlanger Stadtteil Kriegenbrunn ein Iglu aus Eisplatten gebaut. Drei Tage lang habe der Bau gedauert – schließlich mussten zahlreiche Eisblöcke mit einer Motorsäge aus dem Weiher gesägt werden. Am Ende seien es schätzungsweise rund 600 Eisblöcke gewesen, laut Wolf.

Das Konstrukt hat sich zum Besuchermagneten entwickelt – am Mittwochnachmittag, dem 7. Januar 2026, stattete sogar Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik dem Bauwerk aus Eis einen Besuch ab. Anschließend postete er Bilder von dem Iglu auf seinem Instagram-Kanal.

Update vom 9. Januar 2026, 9.45 Uhr: Eis-Iglu bei Erlangen abgerissen - das ist der Grund

Das Eis-Iglu bei Erlangen ist schon wieder weg - früher als ursprünglich geplant. Die Ereignisse haben sich innerhalb kürzester Zeit überschlagen: In den letzten 12 Stunden sind auf dem Instagram-Kanal des Erbauers Lukas Wolf gleich mehrere Posts dazu erschienen. "Oh nein wie traurig" und "so schade", ist in der Kommentarspalte zu lesen.


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Massenhaft waren die Besucher in den Erlanger Ortsteil Kriegenbrunn geströmt, um das ungewöhnliche Bauwerk selbst zu sehen. Das ist auch der Grund für den Abriss. In einem Statement heißt es von Bauherr Lukas Wolf: "Achtung Iglu-Fans! (...) Das große Echo und die hohe Aufmerksamkeit rund um das Iglu" hätten dazu geführt, dass "der Besuch am Weiher deutlich zunimmt". Da sich der Bereich, in dem das Iglu erbaut worden sei, "in einem Landschaftsschutzgebiet befindet und an ein Naturschutzgebiet angrenzt", möchten sie der Natur, den Tieren und der Umgebung "keine weiteren Belastungen zumuten".

Daher hätten sie sich "bewusst für den Rückbau entschieden". Alle Iglu-Fans bitten sie, von weiteren Besuchen abzusehen. Unter dem aktuellsten Post heißt es außerdem: "(...) wir [freuen] uns sehr, dass wir so vielen Menschen, von jung bis alt, eine Freude machen konnten. Für die Maßnahme gibt es aus der Community lobende Worte: "super rücksichtsvoll" und "Gut gemacht für die Flora und Fauna" ist da beispielsweise zu lesen.

Übernachtung bei minus 12 Grad: Franke baut Iglu und schläft darin

Das fertige Iglu wurde von Wolf vor dem Abriss allerdings noch "eingeweiht": Bei minus zwölf Grad übernachtete der Franke in dem eisigen Konstrukt. "Großspurig" hatte er während des Baus die Übernachtung angekündigt, "natürlich war es ausgerechnet in dieser Nacht am kältesten". Das Fazit nach seiner abenteuerlichen Aktion fällt dennoch positiv aus: "Ich habe seit Langem nicht mehr so warm und ruhig geschlafen wie in dieser Nacht." Via Instagram teilte er Impressionen von der Übernachtung: Beim Zähneputzen hätte er "den kompletten Sternenhimmel" über sich gesehen – – "klar, ruhig und unfassbar schön. Ein Moment, der hängen bleibt." 

Die Idee, ein Iglu zu bauen, war allerdings kein Spontaneinfall: "Seit zwei Jahren warte ich auf die perfekten Wetterbedingungen und bin in dieser Zeit vermutlich jedem meiner Freunde damit auf die Nerven gegangen. Dann war es endlich so weit: Die lang ersehnte Kältefront war da", heißt es von Wolf unter dem neuesten Instagram-Post zu dem inzwischen abgeschlossenen Vorhaben.

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten: "Die Nachricht von dem Iglu ging die Tage wie ein Lauffeuer durchs Ort", äußerte sich Wolf gegenüber inFranken.de. Inzwischen kämen "bereits auch Besucher aus Nürnberg und anderen Stadtteilen von Erlangen". Der Feldweg zum Stephansweiher sei "zeitweise wie ein kleiner Pilgerweg" gewesen. 

Eisplatten-Iglu bei Erlangen wird zum Besuchermagnet

Um den Iglu-Besuchern noch mehr Interaktionsmöglichkeiten zu bieten, hatte sich Lukas Wolf aber noch mehr einfallen lassen: "Wir haben auch einen Teil der Eisfläche vom Schnee befreit, um das Schlittschuhlaufen zu ermöglichen. Ebenfalls habe ich eine kleine Schlittenbahn präpariert (...)", heißt es von ihm. Wer das Iglu aus Eisplatten selbst sehen will, sollte sich beeilen, bevor die Kältewelle weiterzieht.

Lukas Wolf hat zusammen mit Freunden im Erlanger Stadtteil Kriegenbrunn ein Iglu aus Eisplatten gebaut, das am 7. Januar 2026 sogar vom Erlanger Oberbürgermeister besucht wird.
privat/Lukas Wolf

Doch damit nicht genug: Wolf und seine Freunde hatten sogar Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder eingeladen. Der Aufruf sei "nachträglich zum Geburtstag" gestartet worden, so Wolf. Um die Einladung Söder noch schmackhafter zu machen, verspricht Wolf: "Ich werde auch eine Portion feines Wildgulasch für ihn zubereiten!" Diese Ambitionen sind mit dem Abriss des Iglus ebenfalls zerschlagen worden.