Castingshows sind seit Jahren ein Quotenschlager im Fernsehen und bringen Staffel für Staffel einen Hauch von Glamour und Showbusiness in die deutschen Wohnzimmer. Isabella Klumpe, Lehrerin am Gymnasium Höchstadt, hat sich so ein ähnliches Konzept ausgedacht und holte damit am Donnerstag bereits zum zweiten Mal Talente ans Gymnasium. Mit ihrem Konzept "Aula der Talente" spricht sie vor allem die Schüler der eigenen Schule an, die ihr Können auf einer Bühne zeigen wollen. "Es gibt an der Schule viele musische Angebote, aber kaum eine Bühne für Schüler mit anderen Interessen", erklärt Klumpe ihr Vorhaben.

Am Donnerstagabend standen neben Sängern auch Tänzer und Rapper vor dem Publikum in der Aula. Entscheiden musste dann die Jury, wer am Ende des Abends den berühmten "Viktor" als Auszeichnung verliehen bekam. Die Jury bestand aus Musiklehrer Georg Schlee, Sportlehrerin Petra Mauser und Vorjahressiegerin Michelle Zerrahn.

Sogar eine ganze Klasse hat an dem Talentwettbewerb teilgenommen. Die 5A des Gymnasiums Höchstadt hat ein Gedicht als Rap vorgetragen, der von der Jury mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde.

Doch auch ein Theaterstück konnten die zahlreichen Zuschauer bewundern. Dabei ging es vor allem um Sprachbarrieren. Was passiert, wenn eine französische Austauschschülerin das erste Mal in ihrem Leben ein Schäuferla probiert? Kulturschock. Typisch fränkisch traf an diesem Abend auf französischen Akzent.

Musikalisch war hingegen bei den Poliffke-Geschwistern etwas geboten. Sie spielten mit ihren Gitarren, überzeugten die Jury und erhielten dafür den zweiten Platz.

Die größte der drei Trophäen durften Hanna Langer, Jessica Hofmann und Jasmin Trescher mit nach Hause nehmen. Die Freude bei den drei Mädchen aus der 9. Jahrgangsstufe war groß. Zu modernen Rhythmen tanzten sie sich auf das Siegerpodest. Auch die vielen Zuschauer in der Aula des Gymnasiums waren begeistert, als die drei ihre Tanzschritte synchron vorführten.

Das Konzept der "Aula der Talente" jedenfalls kommt an. Zwar hatte man heuer anfangs Schwierigkeiten, da sich zu wenige Teilnehmer bereiterklärten, mit 17 Schülern sind die Veranstalterinnen Isabella Klumpe und Christiane May-David letztendlich jedoch zufrieden.

Zufrieden könne sie auch mit der Besucherzahl sein. Schon im Vorverkauf wurden alle 200 Karten verkauft, an der Abendkasse standen noch mehr Zuschauer an, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Direktor Bernd Lohneiß resümiert: "Das Gymnasium Höchstadt ist eine Talentschmiede".