In Adelsdorf entsteht eine "Villa Kunterbunt". Das verkündeten Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und Erzieherin Sabrina Lang am Mittwochabend bei der Grundsteinlegung für die kommunale Kinderkrippe in der Oberen Bachgasse. Den Namen haben sich die Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens "Villa Regenbogen" gemeinsam ausgedacht. Dort ist Sabrina Lang aktuell noch tätig, ab Ende des Jahres wird sie die Leitung der neuen Einrichtung übernehmen.
Zwei Gruppen mit je zwölf Kindern im Alter von bis zu drei Jahren sollen hier zunächst betreut werden. "Die Möglichkeit zur Erweiterung haben wir uns aber angesichts der Wachstumsprognosen unserer Gemeinde offen gelassen", betont Gemeindeoberhaupt Fischkal. Um sich dem steigenden Bedarf anzupassen, könne man das Gebäude bis zu zweimal "spiegeln" und die Kinderkrippen-Plätze damit verdreifachen, erklärte Architekt Helmut Popp.
Bereits 2013 hatte man mit den Planungen für die neue Einrichtung begonnen, um die aktuell hohen Zuschüsse optimal zu nutzen und jedem Kind in Adelsdorf den ihm zustehenden Betreuungsplatz bieten zu können. Auf insgesamt 880 000 Euro werden sich die Kosten für den Neubau belaufen. Mit knapp 608 000 Euro Förderung rechnet die Gemeinde, sodass sie selbst noch für etwa 272 000 Euro aufkommen muss. "Das klingt zunächst einmal nach viel Geld. Ich denke aber, dass wir es sinnvoll in unsere Zukunft investieren", findet Fischkal.
Auf 300 Quadratmetern Erdgeschossfläche werden in den kommenden Monaten nun unter anderem eine großzügige Spielhalle, ein Schlaf-, ein Personal- sowie ein Wickelraum und ein behindertengerechtes WC entstehen.

Direkt an der Grundschule

Im Außenbereich sollen noch eine eingezäunte Spielanlage und ein Vorplatz hinzukommen. Die Fertigstellung ist auf Mitte November terminiert, die offizielle Eröffnung soll ebenfalls noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.
Drei Standorte wurden im Vorfeld geprüft. "Letztlich sind wir aber zu dem Entschluss gekommen, dass das Gelände direkt an der Grundschule am besten geeignet ist", berichtet Fischkal. Grund für diese Entscheidung sei auch der Plan, im Bereich der Oberen Bachgasse ein "Kinder- und Bildungszentrum" für Bürger verschiedener Altersgruppen entstehen zu lassen. In die Räumlichkeiten der örtlichen Mittelschule, die in absehbarer Zeit mangels Schülern nicht mehr existieren wird, könne dann ein Kindergarten einziehen. "Für die Kinderkrippe war diese Lösung aber keine Option, da sie Barrierefreiheit erfordert und diese in der Mittelschule nicht gegeben ist", erklärt Karsten Fischkal.