Die Geschichte des Wiener Walzers - sie ist ohne die Wiener Klassik einfach nicht denkbar. Welche Verbindungen von Haydn, Beethoven und Schubert zu Lanner und Strauss führten, ließ das Bamberger Streichquartett zum Abschluss der Coburger Strauss-Musiktage hörbar werden.


"Von der Wiener Klassik zum Wiener Walzer" lautete das Motto einer Matinee im Riesensaal von Schloss Ehrenburg, die das sogenannte "Lerchenquartett" D-Dur aus op. 64 von Joseph Haydn im ersten Teil dem G-Dur-Quartett aus Beethovens op. 18 kombinierte, dem "Komplimentierquartett".


Klanglich ausgewogen

Schon hier bewies das Bamberger Streichquartett seine stilistische Kompetenz durch einfühlsames, klanglich bestens aufeinander abgestimmtes Musizieren. Auch die krankheitsbedingte kurzfristige Umbesetzung des Quartetts (Lois Landsverk, ehemalige langjährige Bratschistin des Quartetts, ersetzte Branko Kabadaic) beeinträchtigte die klangliche Ausgewogenheit keineswegs.

Und Karlheinz Busch, Cellist des Quartetts, führte als begeisternd erklärender Moderator kenntnisreich und anschaulich durch das Programm und damit von Haydn und Beethoven zu Schubert, Lanner und Strauss im zweiten Teil.


Dabei wurde das Quartett im zweiten Teil ergänzt durch Orcun Mumcuoglu, den stellvertretenden Solo-Kontrabassisten der Bamberger Symphoniker.