Das Coburger Hallenbad bleibt vorerst geschlossen. Wegen der steigenden Infektionszahlen durch das Corona-Virus kann die für die nächsten Tage geplante Öffnung nicht möglich sein. "Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung der Pandemie und die stark steigenden Inzidenzwerte - nicht nur in Coburg - haben sich der Oberbürgermeister und ich mit aller Vernunft, jedoch schweren Herzens, dagegen entschieden", so SÜC-Geschäftsführer Wilhelm Austen in einer Pressemittteilung.

Ursprünglich wollte Austen in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag die Öffnung des Aquaria für den 26. Oktober bekannt geben. Grund für die Absage ist der Gesundheitsschutz, der zurzeit höchste Priorität hat. "Es macht wohl wenig Sinn, wenn wir auf öffentlichen Plätzen Mund-Nasen-Schutz tragen, um Ansteckungen zu vermeiden, aber uns im Schwimmbad oder in der Sauna einer nicht zu leugnenden Ansteckungsgefahr aussetzen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Die SÜC als Betreiber des Aquaria hatte in den zurückliegenden Tagen und Wochen einen erheblichen Aufwand betrieben, um auch während der Corona-Pandemie Hallenbad und Sauna zu öffnen. So erhielten die Duschen Trennwände und in den verschiedenen Saunen wurde die Sitzplätze aufwendig mit Leisten und Schildern markiert. Verschiebbare Holzkugeln auf Stäben hätten die Zahl der Gäste in den Saunen schon außen angezeigt, um den Mindestabstand zu gewährleisten. Laufwege und Wartebereiche an den Becken waren vorbereitet.

Weiter haben die Mitarbeiter im Aquaria ein umfangreiches Hygienekonzept umgesetzt. Das alles ist nun leider von der aktuellen Entwicklung überholt worden.