Marita Nehring achtet stets darauf, mit dem im Raum stehenden Beitritt des Coburger Landes zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) keine übertriebene Erwartungshaltung aufkommen zu lassen. Die ÖPNV-Beauftragte von Stadt und Landkreis Coburg betont immer wieder: "Am Verkehrsgeschehen wird sich auch nach einem Beitritt nicht viel ändern." Es sei auch weiterhin Sache des Landkreises, das ÖPNV-Angebot zu gestalten - aber dann auch zu bezahlen.

Nicht nur Coburg will zum VGN

Und sowieso: Der Beitritt zum VGN ist noch lange nicht beschlossene Sache. Wie Dennis Flach von der ÖPNV-Koordinierungsstelle von Stadt und Landkreis Coburg im Kreisausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität berichtete, läuft derzeit erst einmal eine Grundlagenstudie. Bei dieser soll sich herausstellen, ob und zu welchen Konditionen eine Erweiterung des VGN-Gebiets - für das neben Coburg noch weitere sieben Städte und Landkreise infrage kommen - einen Sinn machen könnte. Die Ergebnisse dieser Studie dürften nicht vor Anfang 2023 vorliegen.

Weil es dem Freistaat Bayern bei einer Bezuschussung der Verkehrsverbünde wichtig ist, dass diese sich mit dem Zuschnitt der Metropolregionen decken, könnte/sollte nach Informationen von Marita Nehring auch Sonneberg als künftiger VGN-Partner infrage kommen. Das wiederum könnte sich nach Einschätzung von Branchenkennern dann auf jeden Fall positiv auf das touristische Geschehen in der Region auswirken.