Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat, wie schon am Mittwoch, 9. September, zum Streik aufgerufen. Wie es in einer Pressemitteilung von Verdi heißt, "müssen wir die Streiks jetzt ausweiten".

Der Landesverband Bayerischer Busunternehmen (LBO) habe nach dem Ausstand Anfang September bislang kein Verhandlungsangebot vorgelegt, sagt die Verdi-Verhandlungsführerin Silke Vorpahl.

Bis jetzt bietet der Arbeitgeberverband nach Angaben der Gewerkschaft nur einen zweiten Verhandlungstermin im Januar nächsten Jahres an. "Übersetzt heißt das: Sie bieten nichts", stellt Silke Vorpahl fest. Die SÜC erwartet, dass die Streikbeteiligung unter den Mitarbeitern ebenso hoch ist wie am 9. September und daher ein Notbetrieb mangels Personal nicht möglich ist.

Erneuter Ausnahmezustand

"Obendrein wären Fahrgastkonzentrationen auf wenige Busse und daraus resultierendes Gedränge in Pandemiezeiten und angesichts steigender Corona-Fallzahlen nicht vertretbar", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die SÜC bedauere den erneuten Ausnahmezustand. Gleichzeitig bittet die SÜC die Autofahrer, sich rücksichtsvoll angesichts des erhöhten Fußgängeraufkommens und dichteren Verkehrs zu verhalten.

In Coburg wird es eine gemeinsame Demonstration und Kundgebung der Gewerkschaft Verdi mit Fridays for Future geben. Eine Besonderheit liegt in Coburg in der Zielsetzung, eine flächendeckende Rückkehr in den TV-N, der noch auf einige Altbeschäftigte angewendet wird, zu forcieren.

Zum Ausstand heute am Freitag aufgerufen sind auch die Beschäftigten der Busunternehmen in Aschaffenburg, Kirchweihtal/Kaufbeuren, im Kreis Donau-Ries, in Freising und Würzburg.