Am 19. Mai findet das Relegationsturnier zur 2. Bundesliga Latein in der Coburger HUK-Arena statt. Ob der TV Ketschendorf sein erklärtes Ziel, nämlich die Teilnahme an dieser Veranstaltung, erreicht, erscheint nach dem zweiten von fünf Saisonturnieren in der Regionalliga Süd Latein fraglich. Denn auch beim zweiten Wettbewerb, der im baden-württembergischen Kirchheim unter Teck stattfand, kamen die Coburger mit ihrer Choreografie "Hot Stuff" nicht über den dritten Platz hinaus. Den gleichen Rang belegten die Tänzer aus Coburg und Kronach bereits beim ersten Turnier in Friedberg.

Die drei Wochen Pause zwischen den Turnieren hat das Team genutzt, um weiter an der Routine zu arbeiten. Wackler und Bildunsauberkeiten, die noch am ersten Turnier auftraten, wurden beseitigt. Um dem zeitlichen Ablauf am Turniertag entspannter gegenübertreten zu können, machten sich die Oberfranken schon am Freitag nach dem Abschlusstraining auf den Weg nach Kirchheim. Für die Nacht waren Zimmer in einem Hotel reserviert, in dem sich das Team gemeinsam auf das Turnier vorbereitete. Mit dem Bus ging es anschließend zur Turnierhalle, wo sich das Team mit einer gelungenen Stellprobe auf den Wettkampf einstimmte.


Souveräner Einzug ins Finale

Die anschließende Auslosung der Startreihenfolge ergab für den TVK den dritten Startplatz. Dieser wurde genutzt, um eine souveräne Präsentation der Choreographie zu zeigen. Der Einzug in das große Finale war somit nicht gefährdet. Neben Ketschendorf qualifizierten sich auch wie zuletzt die Mannschaften des RGC Nürnberg, der FG Rhein-Main, der TSG Badenia Weinheim sowie die Formation des TSC Niddatals. Zusätzlich schaffte dieses Mal die gastgebende Formation des 1. TSC Kirchheim unter Teck den Einzug in die Endrunde.


Finale mit kleinen Fehlern

Als dritte Mannschaft im großen Finale galt es für die Coburger, die Choreografie mit voller Konzentration auszuführen. Diese Aufgabe erfüllte die Formation und zeigte, wie schon zuvor, eine starke Leistung. Ganz fehlerfrei blieb der Auftritt allerdings nicht. Dennoch zeigten die Vestestädter über den Gesamtvortrag eine Steigerung im Vergleich zur Vorrunde.

Nach den abschließenden Finaldurchgängen folgte die Anzeige der offenen Wertungen. Mit der Wertung "2 3 3 3 4" landete das Team auch beim zweiten Turnier auf dem dritten Platz. Den Sieg holte diesmal das B-Team der Formationsgemeinschaft Rhein-Main nach Hessen.

Durch den Drei-Punkte Abstand auf die beiden Tabellenführer ist der Traum der Coburger selbst am Relegationsturnier in der HUK-Arena teilzunehmen, etwas weiter in Ferne gerückt. Dennoch will das Team seiner Linie treu bleiben und bis zum letzten Turnier für die Relegationsqualifikation (Plätze 1 und 2) kämpfen. Für Trainer André Heller steht jetzt bereits fest: "Das ist das beste Team, dass ich je trainieren durfte. Sie sind eine Einheit, egal ob auf oder neben der Fläche."
Die Platzierungen:
1. FG TSC Metropol Hofheim/TC Blau-Orange Wiesbaden/TSC Rot-Weiß Rüsselsheim B; 2. TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg A; 3. Tanzsportabteilung (TSA) des TV Ketschendorf A; 4. TSG Badenia Weinheim B; 5. TSC Niddatal A; 6. 1. TSC Kirchheim unter Teck A; 7. FG TC Inn-Casino Wasserburg/Grün-Gold-Club München A; 8. 1. TC Ludwigsburg B.

Das nächste Turnier findet am 24. Februar im Beruflichen Bildungszentrum in Nürnberg statt. Die Sportler aus Coburg und Kronach bereiten sich nun intensive auf diesen Wettkampf vor. Hier muss nun der Angriff erfolgen, damit noch realistische Chancen für die Teilnahme am Relegationsturnier bestehen. Am 4. März geht es dann nach Ludwigsburg, bevor am 24. März das letzte Regionalliga-Turnier in Coburg steigt.

Das Organisationsteam um Abteilungsleiter Robert Autsch arbeitet aktuell auf Hochtouren, damit die HUK-Arena am 24. (Regionalliga) und 25. (Landes- und Oberliga) März zur Tanzarena wird. "Wir mussten den Turnieraufbau und -ablauf komplett neu planen und sind hier auf einige Herausforderungen gestoßen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass wir diese gut meistern werden", sagt Autsch zur bisherigen Turnierorganisation. Besonders die finanziellen Zusatzbelastungen stellten für Teammanager Markus Weiß eine große Herausforderung dar, die ohne die Unterstützung der heimischen Firmen nicht möglich wäre. "Ich hoffe für unsere beiden Teams auf viel heimische Unterstützung bei unseren Turnieren. Das pusht enorm und wird ein tolles Saisonfinale werden", sagt Weiß. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.turniercoburg.de.