Was lange währt, wird endlich gut! Fußball-Landesligist TSV Sonnefeld hat sich bei der Suche nach einem neuen Trainer viel Zeit gelassen, zahlreiche Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt und sich schließlich für eine interessante Lösung entschieden.

Der bisher in erster Linie im Nachwuchsbereich in Erscheinung getretene Heiko Schröder wird die am höchsten spielende Fußball-Mannschaft des Kreises ab der neuen Saison trainieren.


Aktuell noch im NLZ Coburg

Der 50-Jährige ist seit mehreren Jahren im Nachwuchsleistungszentrum Coburg engagiert, ist seit letztem Jahr Leiter des DFB-Stützpunktes in Coburg und gilt dort besonders als Förderer der 15- und 16-jährigen Burschen. Er trainiert aktuell den B-Jugend-Jahrgang, hat sich aber bereits vor einigen Wochen entschieden, ab der neuen Saison nicht mehr im NLZ zu arbeiten.

Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Auffassungen im sportlichen Bereich hätten dabei den Ausschlag gegeben.


Bezirksliga-Spielertrainer

Das Interesse der Sonnefelder an dem ehemaligen Bezirksliga-Spielertrainer des VfL Neustadt und Kreisliga-Coach des VfB Autenhausen kommt nicht überraschend, denn der gewissenhafte Übungsleiter, der im Besitz der Jugendelite-Lizenz ist und als Konzepttrainer gilt, stand in den letzten Jahren immer wieder in den Notizblöcken von Bezirks- und Kreisligisten.

Schröder freut sich auf die neue Aufgabe: "Das ist natürlich eine große Herausforderung, weil ein solch großer personeller Umbruch nicht von heute auf morgen bewältigt werden kann. Aber ich sehe das auch als große Chance für alle Beteiligten, sowohl für den Verein, für bewährte und neue Spieler und letztlich auch für mich selbst. Eine ambitionierte Herrenmannschaft zu trainieren, bei der ich meine Vorstellungen von konzeptioneller Trainingsarbeit in Ruhe und ohne Erfolgsdruck mit überwiegend jungen Spielen umsetzen kann, habe ich mir schon immer erhofft."


Kappenberger erhofft sich Schub

Von der Verpflichtung Schröders erhofft sich TSV-Interimsvorsitzender Louis Kappenberger, der gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Jasmin Veltzke und dem neuen Sportlichen Leiter Michael Kurz die zahlreichen Gespräche in den letzten Wochen führte, auch einen Schub für die Mannschaft.

Denn fest steht, dass aufgrund fehlender Sponsorengelder einige der aktuellen Spieler nicht über die laufende Serie gehalten werden können. Dennoch sind Kappenberger & Co optimistisch, dass es dem Klub gemeinsam mit dem neuen Hoffnungsträger gelingen wird, wieder eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die in der Landesliga Nordost konkurrenzfähig ist. "Das wird nicht leicht, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran", erklärt Kappenberger, der in dem Zusammenhang noch ergänzt: "Das Budget für die kommende Saison steht. Dennoch sind wir weiter auf der Suche nach einem Hauptsponsor und weiteren Kleinsponsoren, die unser Konzept, mehr auf die Jugend zu setzen, unterstützen."


Demel übernimmt Verantwortung

Eine wichtige Rolle soll dabei auch Routinier Benjamin Demel spielen, der als erfahrener Spieler bereits Bereitschaft signalisiert hat, Verantwortung zu übernehmen. Neben Kappenberger, der auch selbst zum Spielerkader gehört, haben bisher sieben weitere Aktive erklärt, auch künftig das TSV-Trikot zu tragen. "Wir wissen, dass wir mindestens 18 bis 20 Fußballer brauchen. Deshalb führen wir täglich Gespräche und hoffen, dass wir uns auch noch mit dem einen oder anderen eigenen Spieler einig werden", sagt Kappenberger. Es gäbe auch bereits Neuzugänge, doch Namen wollte der "Übergangsvorsitzende" momentan noch nicht nennen.



Zur Person:


Alter: 50
Wohnort: Oberlauter
Familie: verheiratet, zwei Söhne (20 und 17 Jahre)
Beruf: Angestellter bei der HUK Coburg
Stationen als Spieler: TSV Cortendorf, VfB Coburg, VfL Neustadt, VfB Autenhausen, Spvg Ahorn
Stationen als Trainer: Spielertrainer VfL Neustadt und beim VfB Autenhausen; ab 2011 Trainer im NLZ Coburg; seit 2013 Stützpunkttrainer; seit 2017 Leiter des DFB-Stützpunktes in Coburg.
Schönste Erfolge: Bezirksliga-Aufstieg mit VfL Neustadt
Hobbys: Skifahren und Mountainbiken