Sie sind die Leitwölfe ihrer Mannschaft: Andreas Schröder ( HSC Coburg ) und Nikolai Link (HC Erlangen ) sind die Kapitäne der beiden fränkischen Handball-Bundesligisten. Für zwei Jahre spielten sie gemeinsam beim HCE. Doch während Schröder nach seiner Verletzungspause wieder fit ist, könnte es bei Link mit einem Einsatz eng werden. Vor dem Derby sprachen die Kapitäne über die Brisanz des Franken-Duells und verrieten manche Anekdote aus Erlanger Zeiten.

Mit dem Derby verbinde ich?

Schröder: Emotionen, Kampf, Leidenschaft und ein packendes Handballspiel.

Link: Emotionen, Kampf und im Normalfall eine geile Kulisse.

Mein größer Derby-Moment ...

Schröder: ... war leider noch nicht mit dem HSC Coburg , sondern das DHB-Pokal-Achtelfinale mit dem TV Neuhausen gegen Frisch Auf Göppingen in der Saison 2011/12. Als Zweitligist haben wir in der ausverkauften Hofbühl-Halle in Neuhausen nach Verlängerung gewonnen.

Link: ... waren die letzten beiden Heimsiege gegen Coburg in der ausverkauften Arena

Wir gewinnen das fränkische Derby, weil ...

Schröder: ... wir den Kampf annehmen werden, mit großem Einsatz und einer riesigen Freude in das Spiel gehen und heiß auf zwei Punkte sind.

Link: ... es Zeit wird, auswärts mal ein Derby zu gewinnen und wir den größeren Willen und Kampf auf das Feld bringen werden.

Ein Derby ohne Zuschauer ist wie?

Schröder: ... Handball ohne Harz - es macht Spaß , aber es fehlt natürlich etwas Wichtiges.

Link: ... Frühstück ohne Kaffee.

Zurück im Mannschaftstraining, aber Einsatz fraglich: Nikolai Link, Kapitän des HC Erlangen.
Zink

Beschreiben Sie Ihren Kapitän-Kollegen mit drei Worten.

Schröder: Kämpferisch, intelligent und Urgestein.

Link: Blond, fleißig, sympathisch .

Was ist die lustigste Anekdote aus gemeinsamen Erlanger Zeiten?

Schröder: Da gibt es keine spezielle, aber ich erinnere mich gerne an die Schafkopfrunden im Mannschaftsbus.

Link: Es gab einige witzige Momente. Auf der Abschlussfahrt hat Andi sein Amt als Kassenwart mal für einen Tag etwas arg vernachlässigt. Details kann und darf ich hier aber nicht nennen (schmunzelt).

Der fränkische Rivale landet am Ende der Saison ...

Schröder: ... im gesicherten Mittelfeld.

Link: ... unter den Top 20 der Liga.

Wenn ich Profisportler in einer anderen Sportart geworden wäre, dann ...

Schröder: ... im Fußball .

Link: ... natürlich im Fußball (lacht).

Wenn ich nicht auf der Platte stehe, dann ...

Schröder: ... möchte ich so gut wie möglich meine Mannschaft und Teamkollegen von außerhalb zu unterstützen. Am liebsten spiele ich natürlich selber und nehme aktiv Einfluss auf das Geschehen auf dem Spielfeld.

Link: ... trinke ich Kaffe, oder schreibe an meiner Masterarbeit.