Der HSC 2000 Coburg hat sich am Freitagabend gegen den Erstliga-Aufsteiger Bergischer HC ordentlich aus der Affäre gezogen. In der zweiten Partie des Linden-Cups mussten sich die Schützlinge von Trainer Jan Gorr mit 22:27 geschlagen geben. Einige Schwächephasen verhinderten, dass die Coburger eine ernsthafte Siegchance hatten. "Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung. Wir haben gegen das sehr effektive Spiel des Bergischen HC, gerade über den Kreis, unsere liebe Mühe gehabt", analysiert Gorr. "Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist, dass wir das Tempospiel vom BHC im wahrsten Sinne des Wortes gut gekontert haben und selbst wahnsinnig aufs Tempo gedrückt haben. Man hat durchaus Unterschiede gesehen, aber wir haben auch gezeigt, dass wir mit einer Mannschaft wie den Bergischen HC zumindest punktuell mithalten können."

Der BHC hat nach seinem zweiten Turniererfolg nun beste Aussichten, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die Coburger bekommen es heute um 19.30 Uhr im Duell mit der HSG Wetzlar mit dem nächsten Erstligisten zu tun.

Bergischer HC -
HSC Coburg 27:22 (14:11)

Bei heißen Temperaturen in der Standhalle Linden war es zunächst der Südländer Rafael Baena, der den Ton angab. Der 120-Kilogramm-Koloss setzte sich nach drei Minuten gleich zweimal am Kreis durch und gab der HSC-Deckung erste Rätsel auf. Nach dem frühen 1:5-Rückstand (5.) fanden die Coburger langsam ins Spiel. Vor allem Florian Billek, der vor zwei Wochen seinen 30. Geburtstag feierte, präsentiert sich bereits in guter Frühform. Mit vier Treffern in neun Minuten sorgte der Rechtsaußen fast im Alleingang für den 6:6-Ausgleich (15.). Nach einer Schwächeperiode besannen sich die Nordrhein-Westfalen danach wieder auf ihre Stärken im Angriff und zogen auf 12:8 davon (27.). Zwei Billek-Treffer und das erste Tor von Neuzugang Max Jaeger brachten den HSC aber zur Pause wieder auf 11:14 heran.

Christoph Neuhold, der in der zweiten Hälfte im Angriff viel Verantwortung übernahm, verkürzte nach 35 Minuten auf 16:18. Nachdem BHC-Coach Sebastian Hinze seine Truppe beim 19:16 zur Auszeit gebeten hatte, schraubte der Zweitliga-Meister die Intensität nach oben und kam im Kollektiv zur Torerfolgen (11 verschiedene Torschützen). Die Partie war nach 45 Minuten (24:17) quasi entschieden, aber der HSC ließ die Köpfe nicht hängen und kam in der letzten Viertelstunde durch die junge Garde um Neuhold, Jaeger, Jakob Knauer und Lukas Wucherpfennig noch zu einigen sehenswerten Treffern.

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum, Apfel - Billek (7 Tore/1 Siebenmeter), Neuhold (5), Prakapenia (3), Jaeger (2), Hagelin (2), Wucherpfennig (1), Weber (1), Knauer (1), Sproß, Timm, Zetterman, Varvne.