Die Coburger Zweitliga-Handballer wollen am Samstag (19.30 Uhr, HUK-Arena) gegen Eintracht Hildesheim da weitermachen, wo sie am vergangenen Sonntag beim Sieg in Konstanz aufgehört haben. Insgesamt war der letzte Doppelspieltag aufgrund der Niederlage im sehenswerten Derby gegen ThSV Eisenach am Freitag aber durchwachsen. "Ein rasantes Duell mit dem Schönheitsfleck, dass wir beide Punkte abgegeben haben", sagt HSC-Coach Jan Gorr im Rückblick auf den letzten Heimauftritt, dem vom Ergebnis ein besserer folgen soll.

Die Hildesheimer stehen als Tabellen-19. mit dem Rücken zur Wand. "Das ist wohl deren letzte Chance, sie brauchen diese Bonuspunkte gegen uns, um weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt zu haben", weiß Gorr um die Gefährlichkeit des Gegners und denkt dabei auch an das Hinspiel, das die Coburger unerwartet mit 20:22 verloren. Weniger Tore haben Billek, Riehn und Co. in dieser Saison noch nie erzielt. "Da hatten wir im Angriff zu viele Auszeiten, kamen einfach nicht am Torhüter Jakub Lefan vorbei", erinnert sich Gorr.

Genau das soll seine Mannschaft, die auf die Revanche brennt, diesmal besser machen. Wie das gehen kann, haben die Coburger in Konstanz gezeigt, als die Rückraumachse im Kollektiv prima funktionierte und Kapitän Till Riehn das Spiel klug steuerte. Während im Coburger Angriff viel darauf ankommen wird, wie ausgeglichen der Rückraum agiert, ist auch die Abwehr wieder stärker gefordert. Denn über 30 Gegentore hatte Coburg im Laufe der Saison nur in Rimpar kassiert, zuletzt aber eben zwei Mal hintereinander.

Gegner wie Hildesheim, für die es um alles geht, sind schwer auszurechnen. "Aber das macht auch den Reiz in dieser Liga aus, dass man Spielergebnisse nicht an den Tabellenplätzen vorhersagen kann", sagt Gorr.

Die Niedersachsen verfügen über einen wurfstarken Rückraum, der zuletzt 17 der 24 Treffer markiert hat. Auf der Mittelposition agiert der im Eins-gegen-eins durchsetzungsstarke Robin John, der dadurch auch immer wieder Lücken für seine Nebenleute reißt. Das ist im rechten Rückraum Radek Dolezel, der erst im Laufe der Saison vom tschechischen Club HC Zlín auf Empfehlung von Tormann Jakub Lefan zur Mannschaft gestoßen ist.

Auf der linken Seite gilt es, die Kreise des griechischen Torjägers Savvas Savvas einzudämmen, der mit 243 Treffern die Torschützenliste der zweiten Liga anführt. Allerdings wird er den Verein nach dieser Saison verlassen und zum Erstligisten nach Minden wechseln. Ein Manko des Rückraumes der Eintracht ist, dass sie oft zu viele Versuche für einen Torerfolg benötigen.


Kulhanek muss operiert werden

Fast schon ungewöhnlich aus Coburger Sicht war in den letzten Wochen, dass keine verletzten Spieler zu vermelden waren. Das änderte sich beim Aufwärmen vor dem Konstanz-Spiel, als sich Torhüter Jan Kulhanek verletzte. Er laboriert an einer Sehnenverletzung im Ellenbogen und wird in der kommenden Woche operiert. Der 36-Jährige fällt damit bis zum Saisonende aus.


Samstag, 19.30 Uhr, HUK-Arena: HSC 2000 Coburg - Eintracht Hildesheim

HSC 2000 Coburg:
Oliver Krechel; Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Florian Billek, Till Riehn, Jakob Knauer, Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius
Trainer: Jan Gorr
Eintracht Hildesheim: Paul Twarz, Jakub Lefan; Jost Brucker, Bela Pieles, Lukas Schieb, Julius Heil, Robin John, Maurice Lungela, Dimitri Ignatow, Nikolaos Tzoufras, Fynn Derk Wiebe, Radek Dolezel, Fin backs, Savvas Savvas, Norman Kordas, Matteo Ehlers
Trainer: Gerald Oberbeck
SR: Jan Lier / Manuel Lier