Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga West begegnen sich am Samstag um 15 Uhr der FC Coburg (2./43 Punkte) und der FC Eintracht Bamberg (1./50 Punkte) auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage an der Wiesenstraße. Mit einem Dreierpack würden die Vestestädter dem Zweikampf um die Meisterschaft wieder Leben einhauchen.

FC Coburg -
FC Eintracht Bamberg 2010

Die Coburger hatten nach der Winterpause noch kein Pflichtspiel, die Eintracht musste sich vor einer Woche im Heimspiel gegen den SV Merkendorf mit einem 5:5-Unentschieden begnügen, das allerdings angesichts einer Vielzahl von Ausfällen Beachtung verdient.
Neun Spieler aus dem Kader von Trainer Michael Hutzler standen wegen einer Südamerika-Reise mit der Universität Bamberg nicht zur Verfügung, ebenso drei Langzeitverletzte. Diese personelle Misere hat auch heute in vollem Umfang Bestand. "Trotzdem ist unser Konkurrent aufgrund seiner Ball- und Kombinationssicherheit sowie seiner Präzision bei Standards absolut konkurrenzfähig. Wer in diesem Duell nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist, sollte sich eine andere Sportart aussuchen", meint Heimcoach Matthias Christl.
FC Coburg: Churilov/ Shabestari - Kimmel, Schmidt, E. Sener, L. Teuchert, E. Heinze, Scheler, A. Guhling, Carl, Dilauro, S. Sener, Schiebel, Mosert, Sam, Schuster. Es fehlen: G. Sener, Alles, L. Heinze.


TSV Meeder -
DJK Don Bosco Bamberg II

Der TSV Meeder will nach witterungsbedingten Absagen am Samstag um 16 Uhr gegen die zweite Mannschaft der DJK Don Bosco Bamberg wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Die schier endlose Vorbereitung hat der TSV am vergangenen Wochenende mit einem positiven Resultat gegen den TSV Pfarrweisach (2:1) abgeschlossen, nachdem die Testspielergebnisse zuvor für die Schiller-Elf nicht zufriedenstellend waren. Der Tabellendritte aus Wildensorg hat bereits zwei Spiele im neuen Kalenderjahr absolviert, diese jedoch gegen Merkendorf (0:1) und Lettenreuth (1:2) verloren. "Ich denke unser Geläuf wird uns zugutekommen, gegen einen Gegner der Kunstrasen gewohnt ist", sagt Meeders Coach Simon Schiller, der nur auf den erkrankten Thiel verzichten muss.
TSV Meeder: Schultheiß - Klose, D.Gleißner, Krumm, Wächter, Bohl, Steiner, Wunsch, Gemeinder, Schiller, Schorr, Müller, Knoch, C. Dreßel, Riedelbauch.


SV Dörfleins -
TSV Mönchröden

Die "Mönche" gastieren am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellen-14. SV Dörfleins. Der Aufsteiger aus dem Bamberger Land hat 2018 noch kein Punktspiel ausgetragen. Von seinen bisherigen 15 Punkten hat Dörfleins neun auf eigenem Platz geholt, unter anderem erkämpfte die Mannschaft von Trainer Mario Herrmannsdörfer Remis gegen den Eintracht Bamberg und den FC Coburg. Die "Mönche" haben sich nach dem wichtigen 3:1-Erfolg gegen Lettenreuth derweil auf Rang 6 verbessert, wenngleich die Mannschaften dahinter alle noch mehrere Nachholspiele zu absolvieren haben. Mit den bisherigen 28 Punkten ist TSV-Coach Thomas Hüttl trotzdem zufrieden, vor allem weil auch eine spielerische Steigerung zuletzt nicht zu übersehen war.
TSV Mönchröden: Knoch/Wegener - Schmidt, Kirtay, Wicht, K. Greiner, Köhn, Ehrlich, Malaj, Puff, R.Greiner, Giller, Werner, Ko.Müller, Kai Müller. Es fehlen: Kühn, Späth, Stammberger (alle verletzt); Treubel, Engelhardt (beide Reserve).

TSV Ebensfeld -
SV Bosporus Coburg

Wie werden die Bosporus-Kicker auf den Rücktritt ihres Trainers Norbert Rebhan reagieren? Eine Frage, die am Sonntag ab 15 Uhr beim Gastspiel in Ebensfeld (13.) beantwortet wird. Während es für den SV Bosporus die erste Partie nach der Winterpause ist, waren die Ebensfelder bereits vor zwei Wochen gegen den FC Mitwitz im Einsatz - und verloren deutlich mit 0:4.


Norbert Rebhan wirft das Handtuch beim SV Bosporus


Norbert Rebhan ist nicht mehr Trainer des Bezirksligisten SV Bosporus Coburg. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Kämpfer vor dem Herrn bin und eigentlich nie aufgebe."
Doch am Donnerstagabend hat Rebhan das Handtuch beim abstiegsbedrohten Coburger Klub geworfen. Bereits am Dienstag habe er den Verantwortlichen am Hinteren Floßanger seinen Rücktritt erklärt, die diesen Entschluss nicht wahrhaben wollten. Doch nach nochmaliger Bedenkzeit kam am Donnerstag das Aus.

Die herrschenden Umstände machen nach Aussagen des scheidenden Trainers eine weitere Zusammenarbeit unmöglich. Auch Betreuer Michael Korwarz (früher mehrere Jahre beim TSV Scheuerfeld) sieht keine Basis mehr und zeigte sich mit Rebhan solidarisch. "Sechs, fünf oder auch nur zwei Spieler auf dem Training - das geht bei mir gar nicht", so Rebhan, der es gewohnt ist, seine Mannschaften konditionell in der Vorbereitung topfit zu machen. Erst recht wenn es um den Klassenerhalt geht, wie in dieser Saison beim SV Bosporus der Fall ist.

Letztes Jahr hätte der Klub noch Trainingszeiten am Kunstrasen in der Wiesenstraße genutzt, doch in den letzten Wochen musste er mit seinen Männern auf den kleinen Kunstrasen am Anger ausweichen. "Der Platz ist top, aber mit den Funzeln kannst Du mit einer ersten Mannschaft nicht anständig trainieren", schimpft der A-Scheininhaber über die seiner Meinung nach katastrophalen Lichtverhältnisse am neuen Platz.

Die Summe der Ärgernisse habe schließlich zu seinem unpopulären Rückzug geführt. Dass er zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt kommt - schließlich steht der Re-Start für den Tabellenvorletzten unmittelbar bevor - ist sich Rebhan durchaus bewusst: "Aber ich bin keiner, der halbe Sachen macht. Ich habe schon vor der Winterpause allen Spielern und Funktionären gesagt, dass wir die Liga nur dann halten können, wenn alle 100-prozentig mitziehen. Leider ist das nicht passiert."


Nicht der erste, der geht

Der SV Bosporus Coburg hat seit geraumer Zeit aber nicht nur sportliche, sondern aufgrund ausbleibender Sponsorengelder auch finanzielle Engpässe. Norbert Rebhan und Michael Korwarz sind in dieser Serie nicht die ersten Funktionäre, die vorzeitig ihren Job beim SVB niederlegten. Bereits im Herbst kapitulierte Cheftrainer Mehmet Ciray und zuvor auch Co-Trainer Ertan Sener. Wer Nachfolger Rebhans wird, steht noch nicht fest. Aussichtsreichster Kandidat scheint der bisherige Coach der Reserve, Erdal Ses, zu sein, der die Mannschaft am Sonntag beim TSV Ebensfeld vorerst interimsmäßig coachen wird.