Der TSV Sonnefeld musste sich am Mittwochabend der SG Quelle Fürth mit 2:4 geschlagen geben. Nach dem 0:2-Rückstand zur Halbzeit investierte die Renk-Elf in der zweiten Halbzeit deutlich mehr, musste aber in der Nachspielzeit statt dem möglichen Ausgleich den vierten Treffer der effizienten Fürther hinnehmen.

TSV Sonnefeld -
SG Quelle Fürth 2:4 (0:2)

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase hatten die Sonnefelder nach einer Viertelstunde die erste Torchance. Spielertrainer Bastian Renk kam nach einer kurz ausgeführten Ecke frei zum Kopfball, verfehlte das Gehäuse aber knapp. Die erste Kontermöglichkeit der Fürther resultierte auch aus einem Sonnefelder Eckball. Die aufgerückte TSV-Hintermannschaft konnte den schnellen Fürther Maximilian Höhenberger nicht stoppen, allerdings war Sonnefelds Torhüter Patrick Jauch auf dem Posten (16.).

Drei Minuten präsentierte sich der TSV-Keeper nicht mehr so sattelfest. Bei einem Eckball der Gäste von der linken Seite stand Jauch zu weit vor seinem Kasten und wurde von Frank Kirschner mit einem hoch angesetzten Kopfball überrascht. Der Ball hätte sich auch so ins Tor gesenkt, Mitspieler Christian Haag ging auf Nummer sicher und schob das Leder zur Fürther Führung über die Linie (19.).

Fünf Minuten später die nächste kalte Dusche für Sonnefeld: Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit ließ sich die TSV-Abwehr von einem Doppelpass der Fürther auf engstem Raum überrumpeln. Kirschner legte wieder vor, Höhenberger vollendete aus rund zehn Metern - diesmal war Jauch chancenlos (24.). Bis zur Pause hatten die Sonnefelder zwar deutlich mehr Ballbesitz, kamen aber nicht zwingend vor das Gästetor. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff fand Tayfun Özdemir bei einem direkten Freistoß aus 25 Metern seinen Meister im Fürther Tormann Oliver Harnos, der das Leder an die Latte lenkte.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren zunächst die Fürther etwas aktiver, doch das Tor machten die Hausherren. Eine mustergültige Flanke von Aykut Civelek leitete André Zapf direkt mit dem Kopf weiter, Ludwig Scheler musste aus wenigen Metern nur noch zum 1:2 einschieben (66.). Im direkten Gegenzug leistete sich der TSV den nächsten Abwehrschnitzer, wieder war Haag zur Stelle und erhöhte auf 3:1.

Sonnefeld warf nun alles nach vorne, die Mittelfranken bekamen dadurch größere Räume und waren bei Kontern weiter brandgefährlich. In höchster Not rettete Jauch mit dem Fuß gegen den durchgebrochenen Robin Hutter (70.). Durch viele Fouls im Mittelfeld und einigen Nickligkeiten war die Partie nun sehr zerfahren, nahm aber nach dem Anschlusstreffer von Ata Simitci, der den Ball sehenswert mit dem rechten Außenrist ins Netz beförderte (86.), noch einmal richtig Fahrt auf.

Die Fürther konnten sich gegen stürmische Gastgeber kaum mehr befreien und retteten im Kollektiv kurz vor der Linie (90.). Nachdem Gästeakteur Kirschner den Rasen mit Gelb-Rot verlassen musste, kam die Renk-Elf noch einmal gefährlich in den Fürther Strafraum. Doch das Happy End aus Sicht der Gastgeber blieb aus, denn wie so oft in solchen Situationen wurden die hoch stehenden Sonnefelder in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Kontertor von Samuel Arapoglu zum Endstand von 2:4 geschlagen.


TSV Sonnefeld - SG Quelle Fürth 2:4 (0:2)


TSV Sonnefeld: Jauch - Simitci, Zapf, Civelek, Scheler, Rödel, Kappenberger (78. Graf), Renk, Friedlein, Steiner (61. Jacob), T. Özdemir
SG Quelle Fürth: Harnos - Seiler, Würkert, Höhenberger (87. Sormaz), Kirschner, Schimm, Meier, Werner, Hutter (90.+1 Scharinger), Reinholz, Haag (89. Arapoglu)
Tore: 0:1 Haag (19.), 0:2 Höhenberger (24.), 1:2 Scheler (66.), 1:3 Haag (68.), 2:3 Simitci (86.), 2:4 Arapoglu (90.+4)
SR: Davina Haupt (Poppenhausen)
Zuschauer: 140
Gelbe Karten: Friedlein, Rödel, Zapf, T. Özdemir, Civelek / Schimm, Kirschner
Gelb-Rot: - / Kirschner (90.+2)