Mit einem 2:1-Auswärtssieg beim TSV Neudrossenfeld verabschiedete sich der TSV Sonnefeld in die wohlverdiente Winterpause. Der Landesliga-Aufsteiger kann stolz auf seine erste Teilsaison in der höheren Spielklasse sein.


Zwei Standards ins Glück

Das verdiente Glück in Memmelsdorf vor einer Woche stand den Gastgebern diesmal nicht Pate: Zwei Standardsituationen und eine Menge vergebener Chancen in der Schlussoffensive waren ausschlaggebend für die Neudrossenfelder Heimniederlage vor der Winterpause.
Erst vollendeten Rödel (36.) und dann Simitci (65.) nach Eckstößen per Kopf für die Gäste, danach rannten die Einheimischen dem Rückstand vergebens hinterher trotz fünf klarer Chancen gegen Ende der auf gutem Niveau stehenden Begegnung.
Die Beste: Einen Schuss von Pötzinger lenkte der reaktionsschnelle und fehlerlose Schlussmann Patrick Jauch an den Pfosten, den zurückspringenden Ball jagte Greef aus zwei Metern in die Wolken.
Danach zwang Engelhardt den Keeper erneut zu einer Glanztat und Kolb verpasste eine Pötzinger-Flanke (86.) nur um Zentimeter mit dem Kopf. Sonst wäre das Ding drin gewesen. Zudem verschoss Pötzinger in der Anfangsphase einen Foulelfmeter, den Zweiten brachte Greef (20.) gerade noch zur Führung über die Linie.


Sonnefeld schaltete den Turbo

Die bis dahin dominierenden Drossenfelder ließen sich nun unerklärlich zurückfallen, taten nicht mehr viel. Die Sonnefelder, im Angriff mit individuellen Könnern besetzt, kamen jetzt stark auf und Grüner musste alle Kraft aufwenden, um den Ausgleich zu verhindern.
Gegen die zwei Kopfballtore war er aber machtlos. Die letzten zehn Minuten mit Dauerfeuer der Grün-Weißen gegen eine massiv verteidigende Gäste-Abwehr waren vergebens.


Renk einfach nur glücklich

Heim-Coach Werner Thomas zeigte sich über die Niederlage nicht frustriert, "der Gast hat den Sieg verdient. Weil wir nach der Führung das Spiel aus der Hand gegeben und erst spät wieder Druck ausgeübt haben. Heute waren meine Leute nicht hunderprozentig bei der Sache". Thomas attestierte ihnen aber eine ordentliche Saisonleistung und sieht die junge Mannschaft auf einem guten Weg, "wir werden uns auch im neuen Jahr motiviert präsentieren".
Sein Kollege Bastian Renk, seines Zeichens Spielertrainer, war einfach nur glücklich. "Meine Elf ist über den Kampf ins Spiel gekommen und hat große Laufwege zurückgelegt, wir hatten zum Schluss auch das nötige Quäntchen Glück". Auffälligster Akteur bei Drossenfeld war der ständig anspielbare Pötzinger, Sonnefeld hatte seine Trümpfe in den Brüdern Tayfun und Emre Özdemir. Schlussmann Jauch darf sich als Garant für den Sieg fühlen. Schiedsrichter Gscheidle leitete souverän und mit viel Fingerspitzengefühl.


TSV Neudrossenfeld gegen TSV Sonnefeld 1:2 (1:1)

TSV Neudrossenfeld: Grüner - Gareis, Pauli (70. Kolb), Hahn,
Taubenreuther, Engelhardt, Pötzinger, Bargenda, Günther (70. Hamacher), Hilla (76. Möckel), Greef.
TSV Sonnefeld: Jauch - Kunick, Simitci, Zapf, Civelik (80. Steiner), Scheler (90. Graf), Rödel, Renk, E. Özdemir, Thyroff (83. Friedlein), T. Özdemir.

Tore: 1:0 Greef (20./Foulelfmeter), 1:1 Rödel (36.), 1:2 Simitici (65.). - SR: Gscheidl (Würzburg). - Zuschauer: 150