Die Mittelschule Rödental-Oeslau wird saniert. Im April soll gebaut werden. Das Projekt kostet rund 6,8 Millionen Euro. Dabei stellt die Regierung Oberfranken eine hohe Förderungssumme in Aussicht.
Der einstige Neubau der Mittelschule Rödental-Oeslau, der 1962 errichtet wurde, wird saniert. "Die Schulsanierung war schon seit meinem Amtsantritt 2014 mein Thema", beginnt Rödentals Bürgermeister Marco Steiner eine Informationsveranstaltung. Jetzt ist es soweit.

Nach den Osterferien, also ungefähr ab dem 9. April, soll saniert werden - die Baumaßnahmen beginnen. Damit ist das Unterrichten und das Lernen in diesem Gebäude nicht mehr möglich. Wo werden Schüler während der Bauzeit unterrichtet?

Dazu sind bei den Projektverantwortlichen mehrere Möglichkeiten diskutiert worden. Zuerst kam der Vorschlag, Container aufzustellen. Laut Steiner wurde dieser Vorschlag wegen der hohen Kosten schnell beiseite gelegt.

Die vielversprechendere Idee lautet, Schüler und Lehrer in der Notunterkunft "Living Glas" unterzubringen. Das Gebäude steht leer und ist ab Februar verfügbar. Steiner erklärt, dass die Container ungefähr doppelt so teuer wären, wie das Anmieten des Gebäudes. Laut Bürgermeister Steiner hat man sich mit dem Eigentümer der ehemaligen Unterkunft unterhalten, denn das Gebäude muss für einen Schulalltag umgebaut werden.

180 Schüler lernen dann in den Räumen der Notunterkunft. Dabei gibt es jedoch Abstriche, denn Chemie- und Physiklabore können dort nicht eingerichtet werden. Dafür sind nach Angaben von Steiner zwei EDV Räume, ein Werkraum und eine Schulküche geplant.

"Was möglich ist, wird schon für den Umzug getan", erklärt der Projektverantwortliche Gerhard Eller. Denn "der Umzug wird eine Herausforderung für alle Beteiligten", fügt der Bürgermeister hinzu.
Rund 6,8 Millionen Euro kostet die Sanierung der Schule. Steiner bestätigt: "Das ist das größte Hochbauprojekt der Stadt Rödental." Deswegen hatte die Stadt im Herbst 2017 einen Förderantrag bei der Regierung Oberfranken gestellt.

4,95 Millionen Euro der Gesamtmaßnahme wurden von der Regierung in Aussicht gestellt. Die Stadt muss demnach noch 1,85 Millionen Euro selbst tragen. Dazu hebt der Bürgermeister hervor, dass die Zusammenarbeit mit der Förderstelle bestens funktioniert habe.

Das Architektenbüro Gatz aus Bamberg hat die Pläne bereits fertiggestellt. Dabei "haben wir Gespräche mit Lehrern gesucht", erklärt Steiner. Nur so könne man Klassenräume planen. Die Lehrer wissen, wo eine Tafel hängen muss, oder wo ein Whiteboard befestigt werden muss.

Nachhaltigkeit steht im Vordergrund der Sanierung, erläutert der Bürgermeister. "Wir wollen in 20 Jahren nicht wieder sanieren müssen." Das Gebäude wird energetisch verbessert und die alten Leitungen in den Wänden werden erneuert. Als Blickfang wird eine Aula mit Bühne und technischem Equipement gebaut. Zum Schuljahresbeginn 2019/20 soll der Bau abgeschlossen sein.