"Jetzt hat Rödental seine eigenen Wasserspiele", freute sich Bürgermeister Gerhard Preß (CSU). Doch was da hinter dem Firmengelände von Goebel eingeweiht wurde, hat einen ernsteren Hintergrund. Die Bayerischen Staatsforsten legten einen Nasslagerplatz für Baumstämme an, der normalerweise nur gebraucht wird, wenn nach einem Sturm große Mengen Fallholz zwischengelagert werden.

Reinhard Neft von der Verwaltung der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg erinnerte an den Sturm Kyrill, der vor einigen Jahren Tausende von Bäumen knickte. "Damals standen wir vor der Wahl, das Holz billig abzugeben, weil der Markt gesättigt war, oder es liegenzulassen", sagte Neft. So beschloss die Verwaltung der Staatsforsten, bayernweit ein Netz von Nasslagerplätzen anzulegen. Raum für drei Millionen Festmeter sollte entstehen.

Schwierige Suche nach geeignetem Standort


Doch so einfach ist es nicht, geeignete möglichst ebene Flächen zu finden, die gut anfahrbar sind, ausreichend Wasser bieten und gegen deren Nutzung als Nasslagerplatz sich kein Widerstand regt. "Leider standen immer wieder Naturschutzgründe dagegen", so Neft. So wurde das Ziel von drei Millionen auf zwei Millionen Festmeter Lagerkapazität reduziert. Inzwischen gibt es Platz für rund eine Million Festmeter. Immerhin etwas, falls wieder ein Sturm in den rund 720 000 Hektar Wald unter Verwaltung der Bayerischen Staatsforsten wütet. Vermutlich aber noch nicht wirklich genug, wenn man bedenkt, dass die Staatsforsten schon in sturmfreien Jahren etwa fünf Millionen Festmeter Holz pro Jahr verkauft, was auch 90 Prozent ihres Umsatzes ausmacht.

Holz verliert nicht an Wert


"Wir werden hier wohl rund 50 000 Festmeter unterbringen können", schätzt Forstmeister Norbert Seitz, der den Platz maßgeblich mit eingerichtet hat. "Wenn es sein muss kann es auch etwas mehr sein." Doch höher als fünf Meter sollen die Holzpolder nicht werden. Sonst kann nicht gesichert werden, dass die Stämme immer überall gut nass gehalten werden. Nur dann aber schützt das Wasser vor dem gefürchteten Pilzbefall. Nass dagegen bilden die Stämme außen zwar eine dunkle Schicht. Doch darunter bleibt das Holz ganz hell und verliert nicht an Wert.

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