Sowohl die Luft- als auch die Wassertemperatur sind nicht auf einer Höhe zum Wohlfühlen angekommen. Aber die Anhänger des Kneipp'schen Wassertretens ficht das wenig an - die Saison beginnt in Coburg am 1. Mai und dauert bis Oktober. Daher ging die Vorsitzende des Kneipp- und Naturheilvereins Coburg, Dorothea Schaal, am vergangenen Freitag in offizieller Mission ins Becken bei Seidmannsdorf.

Mit dabei hatte sie Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. Unter der Anleitung Schaals wärmte sich der Kneipp-Novize zunächst bei einigen Runden um das Kneippbecken die Füße auf, um dann die ersten Schritte im knietiefen Wasser zu gehen. "Bei jedem Schritt den Fuß ganz aus dem Wasser heben", machte Dorothea Schaal vor.

Kaltes Wasser aus dem Ketschenbach

"Ziemlich kalt, das Wasser aus dem Ketschenbach", gab Sauerteig sein Empfinden wieder.

Der Gesundheitsverein entstand 1974 aus der Fusion von Kneipp- und Naturheilverein. Seit etwa 35 Jahren gibt es das Wasserbecken im Ketschen­grund vor Seidmannsdorf. "Leider spült der Bach viel Sediment in das Becken", bedauert Dorothea Schaal. In den Ecken des Beckens sammele sich der Sand immer an.

Der Besen ist Pflicht

Deshalb bringen die Kneippianer immer einen Besen mit und reinigen die Laufspur um das Mittelgeländer. Die Anlage hält der Verein in Ordnung, unterstützt vom Grünflächenamt der Stadt. Das Wasserbecken steht der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung. cw