In Coburg gibt es schon seit Jahren kein Lehrschwimmbecken mehr - doch viele Menschen sind der Meinung, dass genau eine solche Einrichtung von großer Bedeutung ist. Denn es sei nun einmal wichtig, dass bereits Kindern die Möglichkeit gegeben wird, das Schwimmen zu lernen.

Nachdem sich zunächst in den sozialen Netzwerken eine eigene Gruppe gebildet hatte, die den Neubau eines Lehrschwimmbeckens in Coburg fordert, wurde als nächstes bereits eine Petition gestartet.

Am Donnerstag sollte nun im Stadtrat ein Antrag der CSU/JC-Fraktion behandelt werden, in dem das erstellen einer Machbarkeitsstudie für den Neubau eines Lehr und Schulschwimmbeckens gefordert wird. Doch soweit kam es dann gar nicht. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) informierte nämlich, dass bereits "demnächst" ein Runder Tisch zusammen kommen soll. Als Teilnehmer sind sowohl alle "Schwimmsportakteure" aus Coburg als auch Vertreter von SÜC, Sport- sowie Schulamt vorgesehen. Bei diesem Runden Tisch, so Sauerteig, soll ein "intensiver Austausch" über mögliche Lösungen erfolgen.

Dominik Sauerteig ist es aber auch sehr wichtig, die Diskussion ohne unnötige Emotionen zu führen. Das fange bereits damit an, wie er am Donnerstag im Stadtrat sagte, zu differenzieren zwischen Lehrschwimmbecken, Schulschwimmbecken und Sportschwimmbecken. Dass dies in der Vergangenheit schon oft "miteinander vermengt" wurde, habe der Diskussion nicht gut getan, so der OB.

Sauerteig wies außerdem darauf hin, dass sich die Stadt an der geplante Sanierung des Coburger Hallen- und Freibades "Aquaria" mit sechs Millionen Euro beteiligen wird - der Rest der veranschlagten Gesamtkosten von rund elf Millionen Euro kommen von der SÜC sowie aus einem Sonderprogramm des Bundes. Und das alles, so der OB, in einer Zeit, in der andernorts Bäder aus finanziellen Gründen komplett geschlossen werden müssen.

Nach einer "ersten Grobschätzung" würde der Neubau eines Lehrschwimmbeckens in Coburg ebenfalls einen im mittleren einstelligen Millionenbereich liegenden Euro-Betrag kosten, so Sauerteig. Aber vielleicht seien ja auch ganz andere Lösungen möglich. So brachte Sauerteig etwa die Nutzung von privaten Wasserflächen ins Gespräch.