Georg Friedrich Händels "Messias" erfüllt die Coburger Morizkirche mit Musik. In Lockdown-Zeiten klingt das wie eine bloße Illusion. Zumindest Ausschnitte aus dem "Messias" aber bringt das Landestheater in St. Moriz zu Gehör - wenn auch derzeit nur online.

Nachdem sich die optimistischen Pläne einer Live-Aufführung zumindest von Teilen des Oratoriums in der Oster-Zeit längst zerschlagen hatten, sind nun wenigstens Ausschnitte aus dem zweiten Teil als Special in der Reihe "Klassik am Sonntag" online zu erleben.

Eine strikt begrenzte Anzahl an Mitwirkenden mit jeweils reichlich Abstand in der ansonsten leeren großen Morizkirche - so ließ sich die Aufzeichnung auch unter den aktuellen Corona-Auflagen umsetzen.

Schlanker Klang

Natürlich hat diese sehr kleine Besetzung auch Auswirkungen auf das interpretatorische Konzert von Chordirektor Mikko Sidoroff am Dirigentenpult. Konsequent setzt Sidoroff auf schlanken Klängen und Transparenz der Stimmführung, ohne dabei freilich den barocken Glanz von Händels Tonsprache zu vernachlässigen.

Dass Händels "Halleluja" mit der reduzierten Zahl an Musikern aus den Reihen des Chores und des Philharmonischen Orchesters mit festlicher Brillanz erklingen kann, beweist diese Aufzeichnung jedenfalls sehr überzeugend.

Übrigens: Für Dezember hofft Coburgs neuer Generalmusikdirektor Daniel Carter dann auf eine Live-Aufführung von Händels "Messias" mit dem Chor und dem Philharmonischen Orchester des Landestheaters. Bis dahin ist der Querschnitt aus dem zweiten Teil auf dem YouTube-Kanal des Landestheaters zu erleben (https://www.landestheater-coburg.de/ltchome/klassik-am-sonntag/)