Unbestechlich präzis, prägnant in der Diktion, uneitel im Gestus – so beeindruckte er seit vielen Jahren das Theaterpublikum. Dass sich die Bühne allein durch die Macht des Wortes in einen Raum der Fantasie verwandeln kann, war bei ihm immer wieder zu erleben. Nach langer, schwerer Krankheit ist der Schauspieler Klaus-Dieter König verstorben.
Noch vor wenigen Tagen stand König in Reginald Roses Schauspiel „Die zwölf Geschworenen“ auf der Bühne. In der Rolle des zweifelnden Geschworenen zog er sein Publikum in Bann. In dieser Rolle, so will es scheinen, spiegelte sich auch der Schauspieler König mit seinem künstlerischen Ethos, seinem konsequenten Anspruch an sich selbst.
Seine stets präzis und prägnante Diktion, seine subtilen schauspielerischen Mittel erlaubten ihm Rollenporträts, die nie auf grelle Effekte setzen mussten, um die Zuschauer zu beeindrucken.
In Berlin geboren, wuchs Klaus-Dieter König in Süddeutschland auf und war an zahlreichen Theatern tätig, arbeitete aber auch als Sprecher für den Hörfunk.
Auf der Bühne des Landestheaters war er in zahlreichen Rollen zu erleben – so in der Titelpartie von Molieres Komödie „Der Geizige“, als Wilhelm Voigt im „Hauptmann von Köpenick“ oder als Pankratius in Lortzings Komischer Oper „Der Wildschütz“.