Mit einem symbolischen Spatenstich am 12. Juni 2018 begannen die Bauarbeiten am Neubau der Rettungswache in Sonneberg. Seither entstand auf dem Gelände in der Neustadter Straße 83 eine neue moderne Rettungswache für über 40 Mitarbeiter und Auszubildende des Regiomed-Rettungsdienstes. Damit darf der Rettungsdienst nun erstmals seit seinem Bestehen in einen kompletten Neubau mit optimierter und speziell auf seine Bedürfnisse angepasster Infrastruktur ziehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die offizielle Einweihung der neuen Rettungswache mit einer Gesamtfläche von 682 Quadratmetern ist in der vergangenen Woche erfolgt. Ein Großteil der Investitionskosten von rund zwei Millionen Euro wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zur Verfügung stehen dort als Einsatzfahrzeuge ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug rund um die Uhr und an jedem Tag sowie zwei Krankentransportfahrzeuge von Montag bis Freitag für je acht Stunden.

Strenge Kriterien erfüllt

Im Juli dieses Jahres wurde das Regiomed-Gefäßzentrum an der Medinos-Klinik Sonneberg nach den neuen, strengen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie als Gefäßzentrum rezertifiziert. Das Gefäßzentrum wird durch Chefarzt Dr. Matthias Schwenk (Bereich Gefäßchirurgie) und Chefarzt Dr. Marcus Thieme (Bereich Angiologie) im Kollegialsystem geführt.

"Das medizinische Spektrum in Sonneberg umfasst alle gängigen operativen und interventionellen Eingriffe am Gefäßsystem. Angeschlossen sind entsprechende Sprechstunden im MVZ Sonneberg, Neuhaus am Rennweg und Hildburghausen. Zusätzlich bestehen enge Kooperationsbeziehungen zu niedergelassenen Praxen im Raum Sonneberg, Hildburghausen, Lichtenfels und Coburg", erläu-tert Chefarzt Dr. Matthias Schwenk die strukturellen Bedingungen vor Ort in einer Pressemitteilung des Klinikums.

Im Rahmen der Zertifizierung seien zahlreiche Kriterien zur Behandlung und Ergebnisqualität bei Gefäßeingriffen geprüft worden. So seien auch die Heilungsergebnisse, Komplikationen und Mindestmengen bei Eingriffen an der Hals-, Bauch- und Brustschlagader sowie der Becken-Bein-Gefäße umfangreiche Bestandteile der Überprüfung gewesen. "Hier kann sich das Sonneberger Gefäßzentrum mit anderen renommierten Gefäßzentren in Deutschland durchaus messen. Sämtliche Mindestmengen wurden deutlich übererfüllt, die Komplikationsrate lag deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Normen", erläutert Chefarzt Dr. Marcus Thieme.

Privatdozent verstärkt das Team

Am 1. August hat zudem Dr. med. habil. Hans Krankenberg seinen ersten Arbeitstag als Leitender Oberarzt der Abteilung Angiologie am Gefäßzentrum Sonneberg angetreten. Der renommierte Arzt kann auf eine breite Erfahrung im Bereich der interventionellen Angiologie und Kardiologie zurückblicken. Dabei hat er sich eine besondere Expertise auf dem Gebiet der minimalinvasiven Therapie der Becken-Bein-Gefäße und von Veränderungen der Bauchaorta erarbeitet.

Das langjährige Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Angiologie/Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) hatte unter anderem 2018 den Interventionskongress der DGA in Hamburg veranstaltet, wo er zuletzt als Chefarzt einer angiologischen Klinik tätig war. "Mit Herrn Dr. Krankenberg gewinnt das Regiomed-Gefäßzentrum neben dem Chefarzt der Abteilung, Dr. Marcus Thie-me, einen zweiten Spitzenmediziner, der in der bekannten Focus-Ärzteliste als Top-Mediziner gelistet ist", freut sich Klinikdirektor Michael Renziehausen. Neben der klinischen Tätigkeit wird Dr. Krankenberg das Team des Gefäßzentrums auch in der studentischen Ausbildung, zum Beispiel für die Medical School, und in der wissenschaftlichen Arbeit unterstützen. Erstes Highlight seines Einsatzes bei Regiomed wird die Übertragung eines Live-Cases aus Sonneberg zur Jahrestagung der Deutschen Gefäßmediziner in Kempten Mitte September sein.

Michael Renziehausen und die beiden Chefärzte des Gefäßzentrums, Dr. Matthias Schwenk und Dr. Marcus Thieme, freuen sich über die überaus positiven Entwicklungen: "Mit den Personalveränderungen und der erfolgreichen Rezertifizierung unseres Gefäßzentrums sind wir nach dem Corona-Shutdown bestens für die Zukunft gerüstet", erklärt Michael Renziehausen.red