"Hier brauchen wir einen langen Atem", sagte Pfarrer Winfried Rucker zu seiner Frau Margret, als sie 1983 die Pfarrstelle Rödental-St. Marien antraten. Den hat das Pfarrerehepaar bewiesen. 37 Jahre lang waren zunächst Winfried und ab 1993 auch Margret Rucker die Seelsorger in Einberg. Nun ist das Pfarrerehepaar in den Ruhestand getreten.

Ein großer Abschied konnte wegen der grassierenden Corona-Pandemie sehr zum Bedauern des Kirchenvorstands nicht gefeiert werden. Stattdessen nahm Dekan Stefan Kirchberger eine Entpflichtung im kleinen Kreis vor.

Ganz zu Gott und ganz zur Welt

Bereits im September letzten Jahres tat Kirchberger das für Pfarrer Winfried Rucker, damals noch mit der Aussicht auf ein großes Fest, wenn ihm seine Frau im Mai in den Ruhestand folgen würde. Die Amtsführung des Ehepaars war geprägt von einer doppelten Hinwendung: ganz zu Gott und ganz zur Welt. "Fromm und zugleich für gesellschaftspolitische Veränderungen aufgeschlossen gestalteten sie das Gemeindeleben", heißt es in einer Pressemitteilung des Dekans. Wechselnde Kirchenvorstände - an der Spitze zunächst Reinhard Flohrschütz, ihm folgte Werner Kessel und aktuell ist es Christine Winkler - hätten die Pfarrer bei der Leitung der Gemeinde unterstützt. Heute biete die Kirchengemeinde für jede Altersgruppe ein attraktives Angebot und feiere Gottesdienste nicht nur traditionell, sondern mit Band und neuen Liedern.

Die Vertretung während der Vakanz übernimmt Pfarrer Jörg Mahler von Rödental-St. Johannis.

Ein Abschiedsfest soll folgen, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. red