Die Fahrer von Elektroautos sind überzeugt: "Das ist ein völlig neues Fahrgefühl, wer einmal so ein Auto fährt, möchte nichts anderes mehr", sagt beispielsweise Peter Ehrl und erzählt begeistert von den Vorzügen. Ehrl gehört zu einer Interessengemeinschaft, die sich "Elektromobilität für Coburg"
(EMFCO) nennt und 20 Mitglieder zählt. Diese fahren entweder ein E-Auto oder sie interessieren sich dafür.


Neue Technologien

Anlässlich der Designtage hat die Gruppe alle Fahrer von E-Bikes, E-Motorrädern und E-Autos am Donnerstagabend auf das Gelände des Güterbahnhofs eingeladen. Auch Händler waren vor Ort, die E-Bikes und Autos präsentierten. Die Jungen Coburg (JC) mit Christina Biegner an der Spitze unterstützten die Aktion.
Biegner ist überzeugt, dass die Benzin-und Dieselmotoren in den nächsten Jahren von E-Autos überholt werden. "Es ist uns eine Herzensangelegenheit, den Zukunftswandel mitzugestalten," sagt sie. Deswegen fordert sie auch eine entsprechende Infrastruktur mit kostenlosen Parkplätzen für die umweltfreundlichen Autos und ausreichende Ladestationen.


Der Tesla SD 70 hat 450 PS unter der "E-Haube"

Das Thema kam Donnerstagabend bei den Besuchern an gut, sie waren interessiert, als nach und nach die unterschiedliche Modelle von E-Autos anrollten. Der absolute Hingucker war ein "Tesla SD 70", den Eigentümer Andreas Lenz und seine Lebensgefährtin Evi Fichtelmann zur Besichtigung mitgebracht hatten. Mit 450 PS unter der Haube sei das Luxusfahrzeug das non plus ultra unter E-Autos, erklärte der Fahrzeughalter.
Die Besucher durften hinter dem Lenker Platz nehmen und bekamen einen Eindruck, wie es sich anfühlt, so einen Wagen zu fahren. Wesentlich bescheidender ist das kleine Dienstfahrzeug von Ulrike Schwesinger vom Coburger Sozialdienst. Schwesinger schwärmte von ihrem Smart, denn er eigne sich "hervorragend für Verkehr in der Innenstadt". Nicht nur, dass das Fahrzeug in jede Parklücke passe, es fahre vor allem abgasfrei und völlig lautlos.


"Alternative zu hohen Spritpreisen"


Besucher Thomas Schlosser nahm in dem kleinen Auto Platz und ließ sich einige Details erklären. Grundsätzlich, meinte er, könne auch er sich vorstellen, sich ein E-Auto anzuschaffen. "Wenn man sieht, wo es mit den Spritpreisen hingeht, ist das schon eine Überlegung wert", meinte er. Allerdings befürchtet er, dass es noch zu wenig Ladestationen gibt.
Apropos: Ein E-Auto kann man problemlos an der normalen Steckdose aufladen. Dies erklärte Thomas Ebert, der ebenfalls zur Coburger Interessengemeinschaft für Elektromobilität gehört. Je nach Modell muss das Auto zwischen wenigen Stunden oder eine Nacht an die Steckdose gehängt werden. Einzig der Tesla SD 70 fahre mit vollem Tank 500 Kilometer. Ebert ist wie seine Mitstreiter überzeugt von der Elektromobilität. "Ich sehe darin das meiste Potenzial für die Zukunft", sagte er. Leider hinke die Stadt Coburg bei diesem Thema hinterher, vor allem was die Ladestation angehe, bedauerte er.