Wenn der 75. Geburtstag ins Haus steht, hat man nach Meinung von Heinrich-G- Bender eigentlich nur zwei Möglichkeiten: "Jammern übers Älterwerden - oder sich ein Herz nehmen und feiern." Der erfolgreiche Unternehmer und IHK-Ehrenpräsident hatte sich für Letzteres entschieden. Zum Glück. Denn vielen Freunden, Weggefährten und auch Mitarbeitern war es gestern ein großes Bedürfnis, Heinrich-G. Bender zu gratulieren und auch zu danken.
"Ein Oldtimer wird 75" - so stand es auf den Einladungen, die Heinrich-G. Bender mit dem ihm eigenen Humor verfasst hatte. Laut Wikipedia, das vom Jubilar in seiner Ansprache augenzwinkernd zitiert wurde, ist ein Oldtimer etwas, das "seine Zeit überlebt" hat, oft allerdings "noch in gutem Zustand" sei. Und: Manchmal funktioniere ein Oldtimer sogar noch...

Höchste Auszeichnung der IHK


Darüber, dass Heinrich-G. Bender bis heute in der Tat noch sehr gut "funktioniert", ist nicht zuletzt "seine" Industrie- und Handelskammer zu Coburg sehr glücklich. "Wir schätzen Deine Ratschläge bis heute, Du bist uns stets ein wichtiger Gesprächspartner", sagte Friedrich Herdan. Der aktuelle IHK-Präsident musste es einfach mal kurz ignorieren, dass sich Bender doch ausdrücklich "keine Reden" gewünscht hatte. Aber ein paar Worte mussten dann schon sein, schließlich führte Herdan etwas Besonderes im Schilde: Er verlieh Heinrich-G. Bender die goldene Ehrennadel der IHK. Diese höchste Auszeichnung überhaupt, die die IHK zu Coburg zu vergeben hat, haben seit den 1960er Jahren erst sechs Personen erhalten. Heinrich-G. Bender ist nun der Siebte. "Er ist ein Macher im wahrsten Sinne des Wortes", lobte Herdan, "und das mit Herz und Verstand". Und mit dem gewissen Witz, möchte man noch hinzufügen. Denn beim Empfang in seinem sonnendurchfluteten Autohaus ("Cabrio-Wetter!") wurde natürlich viel gelacht, in PS-starken Erinnerungen geschwelgt und auch manch amüsante Anekdote erzählt.

Geschenke verboten


Noch ernster als das mit dem Verbot von Reden nahm Heinrich-G. Bender übrigens das Verbot von Geschenken. Stattdessen bat er um Spenden zugunsten des Vereins "Lebensraum - ein Hospiz für Coburg". Aber genau so kennt man Heinrich-G. Bender, der von seinen Freunden "Jörg" genannt wird: Ihm war und ist niemals nur der eigene Erfolg, beziehungsweise der seines Autohauses wichtig, sondern auch das Wohl seiner Mitmenschen und der gesamten Coburger Region.
Und weil so viel Schaffenskraft ganz offensichtlich jung hält, durfte am Ende noch gerätselt werden, ob ein Plakat, an dem alle Gäste vorbeikamen, dort rein zufällig hing oder von Heinrich-G. Bender ganz bewusst dort angebracht worden war. Über den Abbildungen einer Reihe von neuen Auto-Modellen war zu lesen: "Junge Sterne - so Mercedes wie am ersten Tag!" So gesehen mag Heinrich-G. Bender zwar ein Oldtimer sein, ein "junger Stern" wird er aber immer bleiben. Das konnte man beim gestrigen Empfang alleine schon daran sehen, wie überaus glücklich Bender strahlte, dass so viele Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seiner Einladung gefolgt waren.