Die Feuerkatastrophe in der Coburger Altstadt in der Nacht zum Pfingstsonntag war jetzt auch Thema bei der Hauptversammlung der Jungen Union Coburg-Stadt (JU). Vorsitzender Kurt Knoch sieht in ihr - bei aller Dramatik vor allem für die direkt Betroffenen - nämlich auch eine "Chance, Zwist und Querelen in der Stadt zu überwinden". Angesichts der schrecklichen Ereignisse in der Nacht zum Pfingstsonntag gelte es nunmehr in Coburg, zusammenzustehen. Wörtlich sagte Kurt Knoch: "Der Wettbewerb um die besten politischen Ideen muss weitergehen. Aber Zwist und Querelen sollten beiseite gelegt werden."

Als erster Beleg, dass dies gelingen könnte, gilt bekanntlich für viele Coburger die großzügige Spende von Michael Stoschek. Der Vorsitzende der Brose-Gesellschafterversammlung hatte zusammen mit seiner Schwester Christine Volkmann spontan fünf Millionen Euro für die Opfer der Feuerkatastrophe zur Verfügung gestellt - und das ausgerechnet nach einer Woche, in der mal wieder heftig über die Wirtschaftsfreundlichkeit beziehungsweise -unfreundlichkeit der Stadt Coburg diskutiert und gestritten worden war.


Stadtbrandrat zieht sich aus der JU zurück



Und noch etwas gab es bei der JU-Hauptversammlung, was bei vielen sofort wieder die Erinnerung an die Feuerkatastrophe wach werden ließ: Der Coburger Feuerwehrkommandant und Stadtbrandrat Ingolf Stökl, der seinen ersten großen Einsatz zu bewältigen hatte, kündigte nach zehn Jahren Tätigkeit in der Jungen Union an, sich aus der Politik zurückzuziehen. Dies sei erforderlich, um den Dienst als Stadtbrandrat "politisch neutral" leisten zu können.

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