Einem Quantensprung gleicht die technische Neuausrichtung der Feuerwehr Rottenbach. Mussten die Einsatzkräfte bisher im Ernstfall mit einem Tragkraftspritzenanhänger auskommen, steht ihnen jetzt ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank zur Verfügung.

Großer Einsatz der Gemeinde

Für die Gemeinde keine unerhebliche Investition. Mit der Anschaffung, die mit rund 200000 Euro zu Buche schlug, verfolgt die Gemeinde Lautertal den konsequenten Weg, ihre Wehren bestmöglich auszustatten. Anlässlich der offiziellen Übergabe des neunen Fahrzeuges erinnerte Bürgermeister Karl Kolb daran, dass die Gemeinde in den letzten beiden Jahren rund 700000 Euro in das Feuerwehrwesen investiert habe. Kolb dankte allen, die bei der Beschaffung des Löschfahrzeuges mitgewirkt haben. Namentlich nannte er hier den Geschäftsleiter der Gemeinde, Hans Frieß, und den Kommandanten der Rottenbacher Wehr, Frank Fischer.

Die ersten Schritte hin zu dem neuen Fahrzeug wurden im Herbst 2018 unternommen. Im Juli 2019 konnte dann nach vielen gemeinsamen Gesprächen, wie das Fahrzeug am Ende aussehen soll, der Auftrag vergeben werden. Hans Frieß bestätigte, dass von Anfang an feststand, dass man mit einer 14-monatigen Lieferzeit rechnen musste. Natürlich griff die Gemeinde auf staatliche Zuschüsse zurück. Um hier eine bestmögliche Förderung zu erhalten, setzte man sich mit der Stadt Rödental an einen Tisch und gab zwei fast baugleiche Fahrzeuge in Auftrag. "Diese gemeinsame Beschaffung honorierte die Regierung von Oberfranken mit einer zusätzlichen Förderung von 3800 Euro", erklärte Hans Frieß.

Kreisbrandinspektor Stefan Püls gratulierte der Rottenbacher Wehr zu dem neuen Einsatzfahrzeug, machte aber eines klar: "Von jetzt an heißt es üben, üben, üben, denn die A73 ist nicht fern." Den Wehrkräften gab er mit auf den Weg: "Macht keinen Kratzer rein."

Kommandant Frank Fischer gab einen kurzen Einblick in das technische Innenleben des neuen Flaggschiffes der Feuerwehr Rottenbach. So können 800 Liter Wasser transportiert werden. Über einen Lichtmast kann das Einsatzfeld entsprechend ausgeleuchtet werden. Wichtig ist für Fischer, dass die Gemeinde einer großen Kabine zugestimmt hat. "So kann die Mannschaft schon im Auto die Atemschutzausrüstung anlegen, was im Ernstfall zu einer um einige Minuten schnelleren Hilfeleistung führt", erklärte Fischer und fügte hinzu, dass das neue Fahrzeug sechs Einsatzkräfte transportieren kann. Der 7,2 Tonnen schwere Wagen mit einem Fahrgestell der Firma Iveco wird von einem 180 PS starken Motor angetrieben. Bürgermeister Kolb sagte zu, dass es im nächsten Jahr ein Fest geben werde, bei dem das Fahrzeug auch die kirchliche Weihe empfangen wird.