Seit 30 Jahren arbeitet Frank Schinzel im Security-Bereich und hat in dieser Zeit viel erlebt. "Aber so etwas wie am Freitagabend beim Schlossplatzfest ist mir noch nicht passiert", erzählt der Coburger im Gespräch mit infranken.de. Er war es, der den Mann vor dem Abstürzen von den Arkaden rettete - und dabei sein eigenes Leben riskierte.

"Mir war der Mann schon eine halbe Stunde vorher aufgefallen", sagt Frank Schinzel. Der Mann hatte auf der Brüstung der Arkaden gesessen, weshalb Frank Schinzel zu ihm ging und ihn eindringlich bat, aufzupassen und nicht herunterzufallen.

Kurz nach 23.30 Uhr stand Frank Schinzel beim "Traube"-Zelt. "Ich habe herumgeschaut und plötzlich an den Arkaden gesehen, dass da jemand an der Brüstung hängt." Frank Schinzel rannte auf die Arkaden. "Ich bin über die Brüstung geklettert, habe den Mann gepackt und festgehalten." Kollegen vom Security-Dienst kamen ihm zu Hilfe: "Sie haben von oben wiederum mich festgehalten", schildert Frank Schinzel die dramatischen Minuten. "Polizei oder Feuerwehr, ich weiß es gar nicht mehr genau, hat dann ein Seil organisiert", erzählt er, "damit konnten der Mann und und ich weiter gesichert werden."

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Bis zur endgültigen Rettung dauerte es knapp 30 Minuten. "30 Minuten können ganz schön lang sein", sagt Frank Schinzel, der sich im Gespräch sehr bescheiden gibt und ausdrücklich allen beteiligten Rettungskräften seinen Dank ausspricht. Ganz offen sagt er auch: "Als es geschafft war, haben mir die Knie geschlottert."

Doch aller Bescheidenheit zum Trotz: In den sozialen Netzwerken wurde Frank Schinzel am Wochenende als "Lebensretter vom Schlossplatzfest" gefeiert. Ein Kommentar auf Schinzels Facebook-Seite lautete: "Frankyboy, Du bist der Held!"