Seit 2017 läuft im gesamten Gemeindegebiet die Verbesserung der Trinkwasserversorgung. Außerdem ist gesetzlich die technische Modernisierung der Kläranlage notwendig. Weiterhin will die Gemeinde den Mehrgenerationenpark in der Ortsmitte anlegen. Diese drei genannten Projekte verursachen im Haushaltsjahr 2021 die höchsten Ausgaben. Und die will Sonnefeld ohne neue Kreditaufnahmen stemmen.

Es geht um insgesamt 14,78 Millionen Euro, die im Haushaltsplan stehen. Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch waren sich alle vier Fraktionen über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung einig.

Gewerbesteuer vorsichtig angesetzt

Betont vorsichtig hat Kämmerer Heiko Lech im zweiten Corona-Jahr die Haupteinnahmequelle angesetzt, nämlich die Gewerbesteuer mit 1,6 Millionen Euro. Bürgermeister Michael Keilich (CSU) lobte dieses Vorgehen. Ebenso wird erwartet, dass die Einkommensteuerbeteiligung zurückgeht, um wie viel, kann noch nicht abgeschätzt werden. Zusätzlich fallen der Gemeinde durch die Pandemie Einnahmen weg, zum Beispiel im Freibad und in der Veranstaltungshalle Domäne, und gleichzeitig kommen auf sie Mehrausgaben zu, zum Beispiel Hygienemaßnahmen. Zugute kommen der Gemeinde Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,66 Millionen Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich.

Im Verwaltungshaushalt steht der große Posten von 2,4 Millionen an Personalkosten. Fortgeführt wird aus der Gemeindekasse die Ansiedlungs- und Geburtenförderung. Darlehenstilgungen schlagen mit 128 830 Euro zu Buche.

2,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen

Investitionen für Baumaßnahmen erreichen auf der Ausgabenseite 2,4 Millionen. Neben der Gestaltung des Mehrgenrationenparks (780000 Euro) und der Sanierung der Ortsstraße Brunnenberg (521000 Euro) sind das die Erschließung des Neubaugebietes "Südlich Hofstädter Straße" (430000 Euro) sowie Anschaffungen für den Bauhof, die Feuerwehren und die Schulen, Stichwort Digitalisierung. Ob noch mehr gemacht werden kann, könne je nach Entwicklung der Einnahmen im Laufe des Jahres entschieden werden, hieß es in der Gemeinderatssitzung. 1,7 Millionen Euro stehen im Haushalt für die Abwasser- und 2,7 Millionen Euro für die Wasserversorgung.

Rücksicht auf Wünsche genommen

Der geplante Mehrgenerationenpark ist eine richtig große Sache. Das Gelände soll ganz viel in sich vereinen und ermöglichen, Bürger haben ihre Wünsche geäußert und der Planer hat sie eingearbeitet. So soll der Park für Kinder spielgerecht gestaltete Plätze und ein gefahrloses Wasserspielfeld geben. Das Gelände soll über ausreichend Sitzmöglichkeiten mit integrierten Tischen verfügen. Grünflächen mit Blumenbeeten sollen es auflockern und dem Umweltschutzgedanken dienen. Die Wegeführung soll barrierefrei sein und Blickachsen bieten. Genutzt werden soll der Mehrgenerationenspielplatz einfach von allen: von den Kindergartenkindern und Besuchern der Klosterkirche, von Einwohnern und touristischen Gästen Sonnefelds.

Für eine große Fläche muss das Häuschen weg

Damit eine große zusammenhängende Fläche entsteht, müssen zwei Holzbrücken über den querenden Bachlauf samt Böschungen, aber auch das bunt bemalte Hexenhäuschen weichen.

Seit einem Jahrzehnt ist dieser Park ein Wunschprojekt, das sich Sonnefeld im Haushaltsjahr 2021 knapp 800000 Euro kosten - und entsprechend fördern - lässt. Sobald es die Witterung zulässt, wird mit den Tiefbauarbeiten begonnen, um den neuen Treffpunkt für Jung und Alt zwischen Klosterkirche und Domänenareal bis zum Jahresende seiner Bestimmung übergeben zu können.

Es gibt in Sonnefeld gar keinen "Henneberg"

In unmittelbarer Nähe des ASB-Pflegeheims sollen an der Henneberger Straße 15 behindertenfreundliche Wohneinheiten mit 44 bis 60 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Die Gemeinde rechnet damit, dass ein örtliches Bauunternehmen zur Jahresmitte mit den Arbeiten beginnt. Ob das als Arbeitstitel zu verstehende Verkaufsargument "Wohnen am Henneberg" Bestand haben wird, steht nicht fest. Aus dem Gremium kam der Hinweis, dass in Sonnefeld kein "Henneberg" existiere. "Neue Ideen werden gesucht", meinte der Bürgermeister dazu.