Hereinspaziert in Nachbars Garten: Das ermöglicht jedes Jahr in Bayern der "Tag der offenen Gartentür". Drei Grundstückseigentümer in Stadt und Landkreis Coburg stellten sich und ihre Gärten am Sonntag für den Aktionstag zur Verfügung. Alle drei Gärten offenbarten viel Liebe zum Detail.

Im Coburger Stadtteil Scheuerfeld öffnete Marianne Rabeneck-Stewart ihr 1800 Quadratmeter großes Refugium. Dort fand auch die offizielle Eröffnung des Aktionstags statt. Landrat Michael Busch, Vorsitzender des Kreisverbandes für Garten- und Landschaftspflege, betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, die Öffentlichkeit in seinen Garten einzuladen. Für ihn sind Gärten wie der von Marianne Rabeneck-Stewart "Wohlfühloasen, bei denen man fast keinen Urlaub mehr braucht".

Die Besucher fanden in Scheuerfeld einen stilvoll gegliederten Hausgarten mit einem älteren Baumbestand, Asienecke, Staudenarealen und zwei liebevoll angelegten Gartenteichen vor. Die Besitzerin erläuterte, dass sie vor drei Jahren das Grundstück im Sändleinweg übernommen hatte und seither ihrem Hobby der der Gartengestaltung frönt. Für sie war es selbstverständlich, ihren Garten zu öffnen. "Ich schaue ja auch gern in andere Gärten" erläuterte sie.

In Rödental öffneten Kurt Heublein und Lothar Oppel ihre Gartentore. Zu besichtigen waren unter anderem ein Forellenteich, ein Backhaus, Gartenteiche mit Fröschen, Bachläufe und ein großes Gemüseareal.

Sozusagen auf halbem Weg zwischen den Privatgärten in Scheuerfeld und Rödental lliegt der Obstlehrgarten des Kreises am Coburger Landratsamt. Dort präsentierte Kreisfachberater Thomas Neder h50 heimische Kirchsorten. Die Besucher lud er zu einer Verkostung ein, was gerne angenommen wurde. Neder konnte versichern: "Die Kirschen sind frei von Chemie". Ob die Früchte andere Bestandteile beherbergen, sollte nicht unbedingt ergründet werden.