Ein "dickes Brett" hatte die Feuerwehr mit dem Gerätehausumbau zu bohren. Marcus Kaschny berichtete bei der Hauptversammlung, dass trotz einiger "Irrungen und Wirrungen" zum Jahresende der Rohbau und das Dach der neuen Fahrzeughalle fertig gestellt wurden. Neben den von Firmen erledigten Arbeiten engagierten sich auch die Mitglieder der Feuerwehr - wie mit der Stadt abgesprochen. "Die Installation der Elektrik, sowie der Beleuchtung im Innen- und Außenbereich wurde von uns erledigt", ließ der Kommandant wissen.



Die Vergrößerung des Gerätehauses wurde auch deshalb notwendig, weil die Feuerwehr ein neues "Mittleres Löschfahrzeug" als Ersatz für das Tragkraftspritzenfahrzeug bekommen wird. "Der Stadtrat hat die Anschaffung beschlossen und die Bestellung wurde noch im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht", ließ Marcus Kaschny wissen.


Voll im Aufwärtstrend

Überhaupt ist die Haarbrücker Feuerwehr auf einem guten Weg. Wurde vor Jahren noch in Erwägung gezogen, ob sich die Feuerwehr Haarbrücken selbst auflöst, ist jetzt davon absolut nicht mehr die Rede. Ganz im Gegenteil:. Heute verfügt die Wehr nicht nur über 25 Aktive, sondern - was für die Führung der aktiven Mannschaft noch wichtiger ist - kann auf fünf Jugendliche im Bereich der Feuerwehranwärter und zehn "Kleine Löschmeister" zählen.


Dass der Erfolg im Nachwuchsbereich nicht von selbst gekommen ist, war den Berichten von Philipp Drenkard (Jugend) und Nils Holland (Kinderfeuerwehr) zu entnehmen. So berichteten beide nicht nur von einem umfangreichen Übungsprogramm, sondern auch darüber, dass auch viel für den Nachwuchs im Freizeitbereich getan wurde. So hob Philipp Drenkard besonders hervor, dass man im Jugendbereich die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren in Neustadt intensiviert hat. Nils Holland zeigte sich dankbar, dass es Firmen gibt, die die Nachwuchsarbeit materiell und finanziell unterstützen.


Von einem turbulenten Jahr sprach Kommandant Marcus Kaschny. Die Versammlung informierte er über zehn Einsätze, die von einer Sicherheitswache über die Teilnahme an der Brandschutzwoche, einem Fehlalarm bis hin zu vier Brandeinsätzen reichten. Dass die Haarbücker Wehr ihr Handwerk beherrscht, stellten die Aktiven auch bei elf Diensten unter Beweis. Der Bogen spannte sich hier von Fahrzeug- und Gerätkunde, Einsatzübungen bis hin zu Belastungsübungen der Atemschutzträger und der jährliche Besuch der Übungsanlage in Ebersdorf.


Dass die Feuerwehr ein wichtiger Faktor im gesellschaftlichen Leben Haarbrückens ist, war den Ausführungen des Vorsitzenden Holger Gundermann zu entnehmen. Neben geselligen Veranstaltungen hatte die Feuerwehr auch die Andacht am Ehrenmal zum Volkstrauertag auf dem Programm. Bei dieser Veranstaltung wünschte sich der Vorsitzende, dass mehr Menschen einen Moment inne halten und sich bewusst werden, dass Frieden und Wohlstand nicht selbstverständlich seien. "Wenn wir nicht dort vertreten wären, würde der Sinn dieses Tages wahrscheinlich schnell in Vergessenheit geraten", meinte Holger Gundermann. Auch wenn er mit der Resonanz bei den einzelnen Veranstaltungen im Grunde sehr zufrieden war, sagte der Vorsitzende, dass der Kirchweihtanz mehr Zuspruch verdient gehabt hätte: "Diese Veranstaltung könnte schnell Geschichte werden, wenn sie nicht mehr angenommen wird." Den Mitgliederstand bezifferte Gundermann auf 59 Personen.



Urgesteine der Feuerwehr


Eine angenehme Aufgabe hatten der Vorsitzende, Holgetr Gundermann, und der Kommandant, Marcus Kaschny, mit der Ehrung langjähriger Mitglieder bei der Hauptversammlunh zu erfüllen.
Seit 55 Jahren gehört Ehrenmitglied Manfred Larosch der Feuerwehr an. Larosch fungierte 28 Jahre lang als Kommandant der aktiven Wehr und stand davor drei Jahre als Vorsitzender an der Spitze des Vereins.

Vor 50 Jahren trat Roland Gundermann in die Wehr ein und führte den Verein als Vorsitzender 28 Jahre lang. Bereits im Jahr 2002 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Beiden Geehrten attestierte Holger Gundermann große Verdienste: "Sie haben die Grundsteine dafür gelegt, dass die Feuerwehr Haarbrücken zum dem geworden ist, wie sie sich heute präsentiert."
Auf 45 Jahre Mitgliedschaft kann Gottfried Saliger zurückblicken, der im Verein viele Jahre das Amt des Vertrauensmannes ausübte. red