Die zum Regiomed-Verbund gehörenden Kliniken in Coburg, Neustadt, Lichtenfels und Südthüringen haben die Feiertage und den Jahreswechsel recht gut überstanden. So lassen sich die Aussagen grob zusammenfassen, die es am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage gab.

Sorgen bereitet allerdings nach wie vor die Situation auf den Intensivstationen. "Wir stoßen da an unsere Kapazitätsgrenzen", sagte Dr. Frank Wellmann von der Geschäftsführung des Coburger Klinikums. Anders als im Frühjahr 2020 seien es aber nicht die Beatmungsgeräte die knapp würden, sondern das Personal. Infolgedessen sei die Lage auf den Intensivstationen nicht nur mit Blick auf die Covid-19-Patienten weiter angespannt, sondern insgesamt. Ohnehin müssen laut Wellmann nach wie vor sehr viele Operationen verschoben werden. Eingriffe finden fast nur noch bei Patienten statt, die sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden.

Corona-Lage angespannt: Bundeswehr hilft in Pflegeheim

Bedrohlich war die Lage rund um den Jahreswechsel auch in mehreren Pflegeheimen, die zu Regiomed gehören. Im Heim auf der Bertelsdorfer Höhe als zwischenzeitlich größtem Sorgenkind sei das Corona-Ausbruchsgeschehen mittlerweile aber "unter Kontrolle", wie Robert Wieland von der Regiomed-Geschäftsführung am Donnerstag informierte.

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Die schwierigste Herausforderung sei hier ebenfalls die Personalsituation gewesen, weil viele Mitarbeiter auch wegen anderen Krankheitsgründen plötzlich fehlten. "Doch genau an dieser Stelle machte sich dann die Stärke des Regiomed-Verbunds bemerkbar", so Wieland. Denn um die kurzfristigen Engpässe zu überbrücken, wurde Personal aus anderen Einrichtungen auf die Bertelsdorfer Höhe geschickt. Außerdem kamen zur Unterstützung auch Soldaten der Bundeswehr ins Heim.

Was die Impfbereitschaft des Regiomed-Personals betrifft, wollte Regiomed-Pressesprecher David Schmitt keine konkreten Zahlen nennen. Und zwar vor allem deshalb, weil die letzte verlässliche Umfrage dazu bereits Mitte Dezember erfolgte. "Seit dieser Umfrage nehme die Impfbereitschaft aber spürbar zu", erklärte Schmitt. Nachdem bei einer ersten Impf-Aktion Ende Dezember bereits 200 Regiomed-Mitarbeiter in Coburg geimpft wurden, folgte just am Donnerstag eine zweite Aktion für die nächsten 200 Mitarbeiter. Und eine dritte Aktion wird sich unmittelbar anschließen, weil es sowohl weitere 200 Impfdosen als auch weitere 200 Impfwillige gibt.

Zuversicht in Reha-Klinik

Ein weiteres Thema bei der Video-Pressekonferenz war die Situation in der ebenfalls zu Regiomed gehörenden Reha-Klinik in Masserberg. Die Klinik sei derzeit zu fast 80 Prozent belegt und gelte als "weitestgehend coronafrei".

Aufregung gab es am Donnerstag hingegen auf einer Station des Klinikums Coburg: Drei Mitarbeiter wurden positiv auf Corona getestet - und ab exakt dieser Zahl wird von einem "Ausbruch" gesprochen, der unter anderem einen Aufnahmestopp auf der Station sowie eine Reihentestung auch aller dort zurzeit liegenden Patienten zur Folge hat.

AKTUELLE ZAHLEN VON REGIOMED

(Stand: Donnerstag, 14. Januar, 10 Uhr)

136 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, werden derzeit in den Kliniken des Regiomed-Verbunds behandelt. 55 davon am Klinikum in Coburg, sechs im Krankenhaus in Neustadt bei Coburg.

14 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, müssen derzeit auf den Intensivstationen der Regiomed-Kliniken behandelt werden - davon acht am Klinikum in Coburg.

9 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, müssen derzeit in den Regiomed-Kliniken beatmet werden. Vier dieser Patienten liegen auf der Intensivstation des Klinikums in Coburg.

 

Symbolbild: Bodo Schackow (ZB)/ dpa

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