Für den neuen Citymanager Jörg Hormann war es der erste verkaufsoffene Sonntag mit Automeile. Am Ende des Tages hatte er sich nicht nur die Füße rund gelaufen, seine Ohren glühten - trotz der eisigen fünf Grad.
"Wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter. Sonnenschein pur!", resümiert er. "Die Menschen wollten einfach raus und frische Luft genießen!" Die Spitalgasse war zeitweise so voll, dass man gar keine Lust hatte, sich durchzuschieben.
Für die Autohändler war's ein voller Erfolg, meint Hormann. Seine Rückmeldung: Es wurden Termine vereinbart, Aufträge geschrieben. Auch die Gastronomie kann nicht klagen. Hormann musste seinen Kaffee sogar im Büro trinken, weil er keinen Platz mehr gefunden habe. Für den Einzelhandel sieht die Bilanz nicht ganz so rosig aus: Zwar waren die Geschäfte voll, doch der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. "Wer hat schon Lust bei dieser Kälte seine neue Frühlingskollektion zu kaufen?", lautete die berechtigte Frage von Hormann.
Ein Marsch quer durch die Parkhäuser ließ das Herz des Citymanagers höher schlagen: Jedes dritte Fahrzeug kam nicht aus Coburg, wie die Kennzeichen verrieten.
Und weshalb glühende Ohren bei Hormann: Die Diskussion über den "russischen" Osterbrunnen wurden sehr rege geführt. Die Meinungen, so auch bei Facebook nachzulesen, gehen weit auseinander. Ein tolles Fotomotiv war er trotzdem.