Am Mittwoch hatte der Coburger Bausenat eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Diese Änderung würde es ermöglichen, ein 520 Meter langes und derzeit wenig genutztes Stück der Dieselstraße zwischen der Abzweigung von der Bamberger Straße bis zur Einmündung in den Südkreisel an Brose zu verkaufen.

Diese Entscheidung könnte nach Ansicht der Grünen weitreichende Konsequenzen haben mit Blick auf Pläne der Firma Brose, "Zu- und Abfahrt des Lastverkehrs zum Werksgelände künftig über Weichengereuth, Frankenbrücke und Uferstraße abzuwickeln."

Dieselstraßen-Verkauf an Brose: Warum die Grünen Bedenken haben

Firmenseitig sei wiederholt betont worden, dass ein Abbiegen der Lkw von der Bamberger Straße nicht möglich sei, heißt es in einer Stellungnahme durch Stadträtin Ina Sinterhauf im Namen der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: "Für eine alternative Verkehrsführung über den Südkreisel wäre folgerichtig deshalb die Zufahrt über eben jene Dieselstraße notwendig, die nun aber zum Parkplatz werden soll."

Mit einem Verkauf der Dieselstraße an die Firma Brose gebe die Stadt Coburg die Möglichkeit aus der Hand, hier für eine alternative und bessere Verkehrsgestaltung zu sorgen", warnt Sinterhauf. Eine Entscheidung sollte aufgeschoben werden.