Freitagnachmittag um Sechs - ein Zeitpunkt, so gut oder schlecht wie jede andere Tageszeit, um sich zufällig zu treffen und anschließend spontan und zusammen durch Coburg zu radeln. So jedenfalls die offizielle Lesart zum Wie und Warum über den Fahrrad-Flashmob auf dem Bahnhofsvorplatz an diesem letzten Freitag im April.
Etwa vier Dutzend Radler, vielleicht einige mehr oder weniger, stehen in lockeren Gruppen auf dem Bahnhofsvorplatz zusammen. Da kommt noch jemand auf einem betagten Dreigang-Damenrad aus der Bahnhofsstraße herangerollt, eine junge Frau nähert sich auf einem alten Rennrad mit klassischem Stahlrahmen, einige grob bestollte Mountainbikes haben sich eingefunden, auch Fahrräder mit Anhänger sind zu sehen oder ein Liegerad mit einem Kindersitz.
Tage vorher waren einige Faltblätter und Plakate in der Coburger Innenstadt aufgetaucht, womit zu dieser ersten Ausfahrt der "Critical Mass" aufgerufen wurde. Die Idee, zu mehreren und als eine große Gruppe mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, entstand 1992 in den USA. Daher die englische Bezeichnung. Damals trafen sich Radler in San Francisco, um sich neben dem Auto als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu zeigen, um sich ihren Anteil am Straßenraum zu erobern.
"Mir ist es wichtig, dass man in Coburg angstfrei radfahren kann", sagt eine 80-jährige Coburgerin. Sie hat für die "kritische Masse" die Gartenarbeit unterbrochen.
Ansonsten gehört den "Radrittern", die mehr Rücksicht von und Gleichberechtigung zu den Autofahrern einfordern, jede Altersgruppe an und sie haben verschiedene Motivationen. Da gibt es die von der Genialität des Fahrrades überzeugten Radfahrer, ökologisch bewegte Mitradler oder einfach nur Unterstützer. Sie alle eint und verbindet das Fahrrad.
Weil das grob geschätzte halbe Hundert Radler im geschlossenen Verband unterwegs ist, gilt Paragraf 27 der Straßenverkehrsordnung. Darin sind die Pflichte und Rechte geschlossener Verbände auf öffentlichen Straßen geregelt. In Absatz 1 heißt es, "mehr als 15 Radfahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren". Der Paragraf ist ausgedruckt in einer Satteltasche griffbereit - sicher ist sicher.
So geht die Fahrt sogleich vom Bahnhofsplatz durch die Lossau- und Viktoriastraße sowie weiter über die Goethestraße - stets ordentlich zu zweien und hintereinander am rechten Fahrbahnrand, deutlich sichtbar als geschlossener Verband. Goethe- und Bamberger Straße sehen im Verlauf der weiteren Strecke die Critical Mass. Umrundet wird der Süd-Kreisel und nach diesem Wendepunkt rollen die Pedalritter durch die Max-Brose-Straße wieder gen Innenstadt. An jedem letzten Freitag im Monat soll sich nun nach Möglichkeit eine Critical Mass in Bewegung und so dem Radverkehr als Form des Nahverkehrs ein Zeichen setzen.
Etwa vier Dutzend Radler, vielleicht einige mehr oder weniger, stehen in lockeren Gruppen auf dem Bahnhofsvorplatz zusammen. Da kommt noch jemand auf einem betagten Dreigang-Damenrad aus der Bahnhofsstraße herangerollt, eine junge Frau nähert sich auf einem alten Rennrad mit klassischem Stahlrahmen, einige grob bestollte Mountainbikes haben sich eingefunden, auch Fahrräder mit Anhänger sind zu sehen oder ein Liegerad mit einem Kindersitz.
Tage vorher waren einige Faltblätter und Plakate in der Coburger Innenstadt aufgetaucht, womit zu dieser ersten Ausfahrt der "Critical Mass" aufgerufen wurde. Die Idee, zu mehreren und als eine große Gruppe mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, entstand 1992 in den USA. Daher die englische Bezeichnung. Damals trafen sich Radler in San Francisco, um sich neben dem Auto als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu zeigen, um sich ihren Anteil am Straßenraum zu erobern.
"Mir ist es wichtig, dass man in Coburg angstfrei radfahren kann", sagt eine 80-jährige Coburgerin. Sie hat für die "kritische Masse" die Gartenarbeit unterbrochen.
Ansonsten gehört den "Radrittern", die mehr Rücksicht von und Gleichberechtigung zu den Autofahrern einfordern, jede Altersgruppe an und sie haben verschiedene Motivationen. Da gibt es die von der Genialität des Fahrrades überzeugten Radfahrer, ökologisch bewegte Mitradler oder einfach nur Unterstützer. Sie alle eint und verbindet das Fahrrad.
Weil das grob geschätzte halbe Hundert Radler im geschlossenen Verband unterwegs ist, gilt Paragraf 27 der Straßenverkehrsordnung. Darin sind die Pflichte und Rechte geschlossener Verbände auf öffentlichen Straßen geregelt. In Absatz 1 heißt es, "mehr als 15 Radfahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren". Der Paragraf ist ausgedruckt in einer Satteltasche griffbereit - sicher ist sicher.