• Ernestinum Coburg: Klassenfahrt von Gymnasium endet wegen Corona-Ausbruch jäh
  • Achtklässler "mit Symptomen positiv getestet" - Eltern müssen Kinder in Österreich abholen
  • Insgesamt rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler infiziert 
  • "Hohes Risiko": Schulleiter sieht Klassenfahrten mit weit entfernten Zielen kritisch

Während einer Klassenfahrt des Ernestinums haben sich mehrere Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Schulleiter des Coburger Gymnasiums, Bernd Jakob, gegenüber inFranken.de berichtet, ereignete sich der Corona-Ausbruch im Rahmen der sogenannten Sommersportwoche im österreichischen Gerlos.

Ernestinum Coburg: Klassenfahrt endet wegen Corona-Ausbruch vorzeitig

An der Fahrt nahmen 91 Schüler der achten Klassen sowie acht Lehrkräfte teil. "Während der Fahrt wurden acht Schüler mit Symptomen positiv getestet", erklärt Jakob. Die Abreise erfolgte daraufhin am Freitag (1. Juli 2022) - und damit einen Tag früher als geplant. Die infizierten Kinder mussten jeweils von ihren Eltern mit dem Auto im fast 450 Kilometer entfernten Reiseziel im Zillertal abgeholt werden. 

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"Die Aufsichtspflicht geht in einem solchen Fall an die Eltern über", erklärt Schulleiter Jakob im Gespräch mit inFranken.de. Dies gelte beispielsweise auch, wenn sich ein Schüler im Skilager ein Bein brechen würde. "Natürlich muss sich die Schule über einen angemessenen Zeitraum hinweg um die Betroffenen kümmern", sagt Jakob. Für den anfallenden Heimtransport seien indes die Erziehungsberechtigten verantwortlich

"Das ist kein Spezial-Vorgehen unserer Schule", betont der Leiter des Ernestinums. "Mit der Corona-Pandemie taucht dieser Fall leider häufiger auf." Erschwerend komme hierbei hinzu, dass positiv getestete Schüler aus Infektionsschutzgründen isoliert werden müssten. "Das ist der Grund, warum sie nicht mehr in der Gruppe bleiben dürfen." Dieser Umstand sei für alle Beteiligten bisweilen bedrückend.

"Hohes Risiko": Coburger Schulleiter sieht weite Klassenfahrten kritisch - Frankreich-Reise abgesagt

Insbesondere Klassenfahrten mit weiten Zielen stoßen bei Jakob deshalb auf wenig Gegenliebe. "Das ist ein Punkt, den ich kritisch sehe", hält er fest. Die für Juli geplante Klassenfahrt des Coburger Gymnasiums nach Frankreich sei deshalb vorsorglich abgesagt worden. "Was ist, wenn wir die Schülergruppe in der Bretagne sitzen haben und einer infiziert sich?", gibt er zu bedenken.

Sämtliche Kontaktpersonen müssten sich dann unter Umständen für zehn Tage in Quarantäne begeben. Den Rücktransport der Heranwachsenden müssten auch hier die Eltern in Eigenregie übernehmen - "bei einer einfachen Fahrt von 1400 Kilometern", betont Jakob. Sein Fazit: "Solange wir eine solche Erkrankung haben, bei der man in Quarantäne muss, sind derartige Fahrten ein hohes Risiko."

Zu den Achtklässlern, die sich im österreichischen Zillertal mit dem Coronavirus angesteckt haben, kamen über das Wochenende indes weitere Infizierte hinzu. "Am Sonntag erhielt ich als Schulleiter die Information, dass insgesamt etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler infiziert sei", teilt Jakob inFranken.de mit. Nach Rücksprache mit der Schulaufsicht sei daraufhin entschieden worden, am Montag (4. Juli) und am Dienstag (5. Juli) Distanzunterricht durchzuführen. "Die für Montag geplante Musicalaufführung musste abgesagt werden", konstatiert Jakob.

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