Nicht schlecht staunte eine Streifenbesatzung der Coburger Verkehrspolizei am Samstagmorgen, als sie beim Befahren der B4 im Bereich Coburg-Süd auf der Gegenfahrbahn einen abgestellten Sattelzug wahrnahm. Neben dem 40-Tonner hatten sich etwa 50 Kästen Bier quer über die Fahrbahn verteilt. Mehrere Pkw-Fahrer hatten auf der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße bereits stoppen müssen, wie die Verkehrspolizeiinspektion Coburg berichtet.

Nach Absicherung der Gefahrenstelle wurde ermittelt, dass der 34 Jahre alte Trucker aus Thüringen mit seinem Volvo aus Richtung Schweinfurt kommend auf die B4 in nördliche Richtung auffahren wollte. Im Bereich der 270-Grad-Kurve des Anschlussastes kippte ein Teil des geladenen Gerstensaftes und rutschte linksseitig unter der Plane des Sattelaufliegers hindurch. Glück im Unglück, dass zum Zeitpunkt der Havarie keine weiteren Fahrzeuge im Gefahrenbereich waren und nachfolgende Autofahrer geistesgegenwärtig für eine Absicherung sorgten. Auch der Lkw-Fahrer selbst blieb unverletzt.

Nach Unfall: Zwei Stunden lang Behinderungen auf der B4

Im Bereich der Unfallstelle kam es für die Dauer der Aufräum- und Reinigungsarbeiten gut 2 Stunden lang zu Behinderungen. "Mitarbeiter der Straßenmeisterei Coburg sowie der betroffenen Spedition leisteten tatkräftige Hilfe, was im konkreten Fall jedoch ausdrücklich nicht den Verzehr der Ware, sondern lediglich dessen Entsorgung bedeutete", scherzt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

Die Unfallspezialisten der Coburger Verkehrspolizei haben die Ermittlungen zur Unfallursache, insbesondere zur Geschwindigkeit des Sattelzuges und der genauen Ladungssicherung, aufgenommen. Der Sachschaden wird vorläufig auf insgesamt 5000 Euro geschätzt.