Ein Bericht eines Online-Portals hat zuletzt für erhebliche Unruhe rund um den fränkischen Automobilzulieferer Brose gesorgt. Unter der Schlagzeile "Brose-Aus nur noch eine Frage der Zeit?" wurde über eine mögliche Schließung des Werks im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf spekuliert. Demnach könnten mehr als 100 Arbeitsplätze betroffen sein. Ausgangspunkt der Diskussion ist der auslaufende Mietvertrag für die aktuell genutzten Gebäude, die einem Werkzeughersteller gehören.

Da eine Verlängerung offenbar nicht geplant ist, nährt dies Spekulationen über die künftige Ausrichtung und den Fortbestand der Brose-Niederlassung. Der Standort im nordrhein-westfälischen Wuppertal blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits seit 1904 werden dort Fahrzeugschlösser produziert. Seit der Übernahme der Schließsystem-Sparte von Bosch zur Jahrtausendwende gehört der Standort zu Brose. 

Brose stellt nach Schließungsspekulationen in Wuppertal klar: Standort in Region soll erhalten bleiben

In einem offiziellen Statement gegenüber inFranken.de widerspricht das Unternehmen mit Hauptsitz in Coburg den Berichten deutlich. "Wir verfolgen unverändert das Ziel, unseren Standort in der Region zu erhalten", erklärt Michael Brandstetter, Geschäftsführer Exterieur und verantwortlich für das Schließsystemgeschäft. Hintergrund der aktuellen Situation sei tatsächlich der auslaufende Mietvertrag, über den die Mitarbeitenden bereits im April informiert worden seien. Brose ist nicht nur im Wuppertal ein wichtiger Arbeitgeber, in Franken schafft es das Unternehmen unter die Top 10 der Arbeitgeber

Die Suche nach einem geeigneten neuen Ort für das Werk in Wuppertal laufe jedoch wie vorgesehen. "Die Standortsuche nach einem neuen Gebäude mit Flächen für Entwicklung, Test/Versuch sowie Büro erfolgt planmäßig. Vorrang hat dabei weiterhin eine Lösung innerhalb Wuppertals, alternativ in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern. Mehrere Optionen werden derzeit geprüft, konkrete Besichtigungen finden im Juli statt", heißt es in der Erklärung. Eine Entscheidung werde im September erwartet. 

Nach Angaben des Unternehmens bleibt Wuppertal ein zentraler Bestandteil des Geschäfts mit Schließsystemen. "Dieses basiert maßgeblich auf der Expertise der Mitarbeitenden vor Ort. Brose steht im engen Austausch mit der Stadt Wuppertal und regionalen Institutionen, um eine tragfähige Lösung im regionalen Umfeld zu realisieren", heißt es vonseiten des Coburger Autozulieferers. "Spekulationen über eine mögliche Aufgabe unseres Standorts in Wuppertal und den Wegfall von Arbeitsplätzen entbehren jeglicher Grundlage", macht Brandstetter deutlich.