Eine lieb gewonnene Tradition wird in Rödental weiter aufrechterhalten. Für das Jahr 2004 produzierten Werner Noll und Bernd Schneider den ersten Kalender mit historischen Motiven aus Rödental. Kürzlich konnten die beiden Sammler ihr neuestes Werk, das 16. seiner Art, Bürgermeister Marco Steiner präsentieren. Unter dem Titel "Alte Ansichten aus Oeslau" lädt der Kalender den Betrachter ein, sich von den Motiven in die Vergangenheit entführen zu lassen.

Der Bogen der Darstellungen spannt sich dabei vom Oeslauer Bahnhof über einen Blick in die Oeslauer Straße bis hin zu der nur gering bebauten Fläche in der Heimkehrer Straße. Mancher, der sich die Zeitzeugnisse anschaut, wird erstaunt sein, welchen Verlauf die heutige Staatsstraße 2206 von Spittelstein kommend einst genommen hat. Auch wenn die beiden Protagonisten feststellen mussten, dass es immer schwieriger wird, noch nicht veröffentliche Motive zu finden, zeigt der neue Kalender, dass sich die eine oder andere Quelle immer wieder auftut, um den Betrachter in eine längst vergangene Zeit zu entführen.


Steiner sammelt die Kalender

Bürgermeister Marco Steiner, der von sich selbst sagt, dass er die Kunstwerke seit 2008 kontinuierlich sammele, zeigte sich von dem neuen Werk stark beeindruckt. Das Stadtoberhaupt lobte beim Durchblättern das große Engagement, mit dem Werner Noll und Bernd Schneider zu Werke gegangen sind. "Der Kalender enthält viele Erinnerungen, die zum Erzählen einladen", stellte Steiner treffend fest. Der neue Kalender erscheint in einer Auflage von 150 Stück und kann ab sofort im Rathaus, bei der Buchhandlung Stache sowie beim Schreibwarengeschäft Hofmann zum Preis von 6,50 Euro erworben werden. Weiter werden die Kalender am kommenden Samstag beim Handwerkermarkt angeboten.

Auch in diesem Jahr wurde der Rödentaler Kalender nicht zum Selbstzweck produziert. Der Reinerlös soll wieder sozialen Zwecken zugeführt werden, war von Bernd Schneider zu erfahren. Wer in diesem Jahr in den Genuss des sozialen Engagements von Werner Noll und Bernd Schneider kommt, steht noch nicht fest, Marco Steiner ist aber sicher, dass das Geld einem würdigen Zweck zugeführt wird.