Das Projekt "Alle 100 Meter eine Bank" ist Elke Protzmann eine Herzensangelegenheit. "Die Leute nehmen die Bänke an. Es ist meine größte Freude, wenn ich von Wildenheid auf die Arbeit fahre und sehe, dass Leute auf den Bänken sitzen", sagt die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Neustadt.

Die Aktion "Alle 100 Meter eine Bank" gibt es seit 2018. Die ersten Bänke wurden auf der Strecke, die von den Altenheimen in Richtung Innenstadt führt, und in der Straße Am Kalmusrangen aufgestellt. Im darauffolgenden Jahr kamen 17 weitere Bänke auf der Strecke vom Moos in Richtung Stadtmitte dazu. "Sinn des Ganzen ist es ja, Ruhepausen einlegen zu können, gerade für diejenigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind", sagt Protzmann. Viele ältere Einwohner würden das Angebot schätzen und die Aktion loben.

Streckenführung in Richtung Innenstadt

In Neustadt und den Ortsteilen Haarbrücken, Meilschnitz und Ebersdorf stehen mittlerweile 62 Bänke. In der Sonneberger Straße, die von der Stadt zur Gebrannten Brücke führt, sind vor kurzem sieben Bänke dazugekommen. "Für eine Bank zahlt der Sponsor 300 Euro. Ein kleiner Teil des Geldes wird immer zurückgelegt, beispielsweise für Papierkörbe", sagt die Initiatorin. Seit Projektbeginn kamen insgesamt 18 600 Euro zusammen. "Vorrangig war uns daran gelegen, die Streckenführung immer in Richtung Innenstadt zu ermöglichen.

Erste Bänke in Sonneberg

Protzmann ist besonders froh, dass ihr Projekt so viel Anklang findet, dass jetzt auch in Sonneberg die ersten Bänke aufgestellt wurden. "Die Bänke stehen an Orten, an denen viel Publikumsverkehr ist. Zum Beispiel an Wanderwegen. Sie machen die Städte netter und liebenswerter", findet Doris Motschmann, die in Sonneberg für das Projekt verantwortlich ist. Bei der Platzierung der Bänke in Sonneberg wurden die Wünsche der Sponsoren berücksichtigt.

Ein Zeichen der Zusammenarbeit

Um ein Zeichen für die Zusammenarbeit der beiden Städte zu setzen, haben Frank Rebhan, Oberbürgermeister der Stadt Neustadt, und Heiko Voigt, Bürgermeister der Stadt Sonneberg eine der neuen Bänke gemeinsam gesponsort. Sie steht direkt am Radweg auf Höhe der Gebrannten Brücke und ist die letzte Bank vor dem Sonneberger Ortseingang. "Ich freue mich, dass die Aktion nun auch nach Sonneberg rübergezogen ist", sagt Rebhan. Bei der Einweihung der Bänke wies er mit einem Augenzwinkern noch einmal darauf hin, dass natürlich nicht nur Senioren dazu aufgefordert sind, auf diesen Platz zu nehmen.