"Wie jedes Jahr stand die neunköpfige Jury vor der Herausforderung, die einzelnen Brunnen zu bewerteten, wobei die Entscheidung wieder äußerst schwer gefallen ist, denn jedem einzelnen Bastler gilt unser Dank", so Citymanagerin Annette Kolb in einer Pressemitteilung.

In der Jury vertreten waren neben dem Citymanagement unter anderem Sabine Thiere-Pilarzyk aus dem Vorstand von Zentrum Coburg, Vertreter der VR-Bank Coburg sowie der Sparkasse Coburg-Lichtenfels (die beiden Regionalbanken stifteten auch die Preisgelder), Mitglieder aus dem Coburger Stadtrat und weitere engagierte Einzelhändler. Zudem waren diesmal auch die Besucher der Brunnenstraße gefragt: Knapp 400 Besucher haben für ihren persönlichen Lieblingsbrunnen gestimmt.

Platz 1

Meister Lampe, lebensgroß und umringt von zauberhaften Bienen und Libellen, inmitten einer märchenhaften Landschaft kam bei Publikum und Jury gleichermaßen gut an und landete damit auf Platz eins. Schüler und Lehrer der Heinrich-Schaumberger-Schule haben in zahlreichen Unterrichtsstunden aus Pappmaché den riesigen Osterhasen und allerlei lustige Tierchen gebastelt. In den Unterrichtsfächern Mathematik, Deutsch und Werken ist so der zauberhafte Brunnen entstanden, der den Platz an der Morizkirche über drei Wochen in österliche Stimmung tauchte. Platz Eins und damit 500 Euro gingen deshalb an das Förderzentrum und die etwa 20 beteiligten Schüler.

Platz 2

Dass aus alten Fahrrädern Ostereier werden können, davon konnten sich Besucher der Brunnenstraße am Spenglersbrunnen überzeugen. Ein selbstgeflochtener Weidenzaum um den Sockel des Brunnens bildete das Nest. Darin befanden sich zahlreiche kunstvoll gestaltete "Ostereier-Fahrräder" in unterschiedlichen Größen. Aufmerksame Betrachter hatten außerdem die Möglichkeit, sich über das Thema Fahrradfahren in Coburg und der Region in eingerahmten Zeitungsausschnitten zu informieren. Der kunstvoll gestaltete Brunnen mit einer enormen Außenwirkung landete auf Platz Zwei und 300 Euro gingen an die Schüler der Rudolf Steiner Schule.

Platz 3

Eine Friedenstaube aus alten Bechern lugte neugierig von ganz oben, knallgrüne Käferchen, gebaut aus alten Handys oder Libellen aus Plastikflachen belagerten den Sturmsbrunnen oder saßen frech im Osternest. Dass man aus Wohlstandsmüll eindrucksvolle Kunstwerke gestalten kann, das demonstrierten Schüler der Mauritiusschule Ahorn. Je genauer der Betrachter hinsah, desto mehr gab es zu entdecken. Das war der Jury und vor allem den Zuschauern ihre Stimme wert. Platz Drei und damit 200 Euro gingen an die Schüler der Mauritiusschule Ahorn mit ihrer Interpretation von Auferstehung.

Publikumspreis

Gleich doppelt Grund zum Feiern hat der diesjährige Publikumspreisträger. 73 Publikumsstimmen gingen nämlich an das Coburger Puppenmuseum, welches erstmals gemeinsam mit den Jungschützen Herzogstand Coburg-Neues den Rückertbrunnen schmückte. Anlässlich des 25jährigen Geburtstages wurde daraus ein riesiger Geburtstagsbrunnen, garniert mit Torte, Sahnehäubchen und vielen schönen Details. Die beiden Osterhasen trommelten beim Zeihen eines Seils zum Tusch. Ein lustiger Aufsteller lud zum Durchgucken ein und so war der Schnappschuss perfekt. Glückwunsch zu 25 Jahren Puppenmuseum und dem diesjährigen Publikumspreis von 200 Euro.

"Die Brunnen werden immer schöner und detailreicher, und die Brunnenstraße kennt auch in diesem Jahr nur Sieger", lobte Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD). Deshalb bekamen auch die Plätze fünf bis zwölf neben einer Teilnehmerurkunde auch eine kleine Spende in die Klassenkasse.