Kurz vor der Vollendung steht das erste Bau-Projekt der Kommunalbetriebe Neustadt GmbH (KBN). In der Feldstraße entstehen 21 barrierefreie Wohnungen neuesten Standards mit einer Gesamtwohnfläche von 1290 Quadratmetern. Die Wohnungen mit einem Areal von 50, 75 beziehungsweise 90 Quadratmetern sollen zum 1. Februar 2021 bezugsfertig sein.

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass nicht nur der Bau als solcher von staatlicher Seite gefördert wurde, sondern auch die zukünftigen Mieter eine staatliche Unterstützung beantragen können. Nach Worten des KBN-Geschäftsführers Armin Münzenberger beträgt der Eigenanteil der Kaltmiete unter Berücksichtigung einer Förderung für eine Zweizimmerwohnung 4,30 Euro je Quadratmeter. Für die größeren Wohnungen steigt dieser dann auf 5,30 Euro beziehungsweise 6,30 Euro je Quadratmeter.

Zur Barrierefreiheit gehört nicht nur, dass die Wohnungen in den beiden Obergeschossen über einen Aufzug erreicht werden können, sondern auch, dass in den Bädern bodengleiche Duschen vorhanden sind. Zur Entspannung lädt ein großzügiger Balkon ein, der nur durch eine Minimaltürschwelle vom Wohnzimmer getrennt ist.

Ein Abstellraum als Kellerersatz befindet sich im Hof. Geheizt wird das Gebäude über Nahwärme der Stadtwerke Neustadt. Die künftigen Mieter können sich zudem auf eine komfortable Fußbodenheizung freuen. Um die Heizkosten gering zu halten, wurde das Haus nach neuester Technik gedämmt.

Für Mieter besteht die Möglichkeit, Parkplätze auf dem Grundstück anzumieten. Des Weiteren soll im Hof ein Spielplatz entstehen. Insgesamt investierte die KBN rund 4,1 Millionen Euro für dieses Projekt.

Um eine dieser neuen Wohnungen mieten zu können, ist nach Darlegung von Armin Münzenberg ein Wohnberechtigungsschein unerlässliche Voraussetzung. Wichtig ist für Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), dass die Einkommensgrenzen hierfür deutlich angehoben wurden. "Der Freistaat kam hier der Kritik der Kommunen nach, die sich schon lange gegen die zu niedrigen Einkommensgrenzen ausgesprochen haben", betonte Rebhan. Durch diese Erhöhung finde eine soziale Durchmischung statt, sagte Münzenberger bei einem Rundgang durch einige Wohnungen. Demnach darf eine Einzelperson über ein Bruttoeinkommen von etwa 1800 Euro verfügen. Für eine vierköpfige Familie liegt dieser Satz bei circa 5000 Euro (inklusive Kindergeld). Armin Münzenberger geht davon aus, dass es mehr Bewerber als Wohnungen geben wird. Um hier zu einer gerechten Lösung zu kommen, müssen Interessenten einen Fragebogen ausfüllen und diesen bei der KBN einreichen. "Ab kommenden Montag ist dieser auf der Internetseite www.kbn-nec.de freigeschaltet", erläuterte Projektmanager Simon Kuchenreuther. Potenzielle Mieter, die sich schon auf der Interessentenliste der KBN erfassen ließen, würden den Fragebogen per Post erhalten. Die Bewerbungsfrist betrage drei Wochen. Danach würden die Fragebogen nach einem festgelegten Modus ausgewertet und eine Rangfolge der Interessenten ermittelt. Münzenberger machte deutlich, dass es für die Vergabe völlig unerheblich sei, wann eine Bewerbung eingegangen ist. "Auch wer seinen Fragebogen am letzten Tag einschickt, wird genauso behandelt wie die, die schon auf der Interessentenliste stehen", unterstrich der Geschäftsführer.

Mit dem Projekt in der Feldstraße will es die KBN aber nicht belassen. Auf dem Gelände der ehemaligen Märchenschau soll eine weitere Wohnlage mit insgesamt 30 ebenfalls staatlich geförderten Wohnungen entstehen.

"Wir rechnen hier mit einem Baubeginn Ende des kommenden Jahres", ließ Armin Münzenberger abschließend wissen und machte damit auch denen, die in der Feldstraße nicht zum Zug kommen werden, Hoffnung, in absehbarer Zukunft eine erschwingliche Wohnung mieten zu können.