Von Florian Kirchner

Ein Spitzenspiel steigt am Samstag (18 Uhr) in der Oberfrankenhalle: Medi Bayreuth (4. Platz) empfängt im Kampf um das Heimreicht in den Play-offs den direkten Konkurrenten Baskets Oldenburg (6.). Beide Teams holten 16 Siege, die Niedersachsen haben eine Niederlage mehr auf dem Konto.


Bundesliga

Medi Bayreuth -
Baskets Oldenburg

"Die Ausgangssituation ist relativ klar: Wir müssen Platz 4 verteidigen und hätten im Fall eines Sieges den direkten Vergleich und einen Sieg Vorsprung", sagt Medi-Trainer Raoul Korner. "Das Spiel ist schon extrem wichtig." In der Vorsaison schieden die Bayreuther im Viertelfinale mit 1:3 Siegen gegen den späteren Vizemeister aus.

Die Oldenburger hatten jedoch in der laufenden Spielzeit einige Probleme, an die Leistungen des Vorjahres anzuknüpfen. Leistungsträger wie Chris Kramer oder Brian Qvale waren dem Ruf europäischer Spitzenclubs gefolgt. Zudem erwies sich Neuzugang Bryon Allen nicht als die erhoffte Verstärkung. Der offensivstarke, aber defensivschwache US-Amerikaner wurde mittlerweile gegen seinen athletischen Landsmann Armani Moore ausgetauscht.

Unumstrittene Führungspersönlichkeit bei den Niedersachsen ist der 35-jährige Rickey Paulding. Der Dauerbrenner verbucht die längsten Einsatzzeiten und steuert im Schnitt 14,7 Punkte bei. Dirigiert wird das Baskets-Spiel vom flinken Mickey McConnell, der im Sommer als bester Passgeber der spanischen Liga den Weg nach Oldenburg fand. Unter dem Korb hat Rasid Mahalbasic gut eingeschlagen. Der österreichische Nationalspieler, der bereits in neun europäischen Ländern gespielt hat, hat mit durchschnittlich 15,5 Punkten und 6,5 Rebounds die Nachfolge des Ex-Bayreuthers Brian Qvale (Lokomotiv Kuban) angetreten. Mahalbasic ist in der Bundesliga dritteffektivster Spieler. Er hat seinen Anteil daran, dass sich die Niedersachsen im Aufwind befinden und vier der zurückliegenden fünf Partien gewannen.


Oberfrankenhalle gewachsen

Im Spiel gegen Oldenburg kommt erstmals die neue Hinterkorb-Tribüne zum Einsatz. Die Gesamtkapazität der Oberfrankenhalle steigt so von 3300 auf 3400 Plätze.