Nach Combo-Guard Philip Jalalpoor und Centerspieler Dererk Pardon ist Bayreuths Coach Raoul Korner nun mit Matthew Tiby auf der Power Forward Position fündig geworden. Der 27-Jährige dürfte den Medi-Fans durchaus bekannt sein, denn der 203 Zentimeter große und 104 Kilogramm schwere Vierer stand zuletzt bei den Gießen 46ers, unter Vertrag.

"Matt ist ein physischer, auf hohem Energielevel agierender Power Forward, der sowohl von außen eine Gefahr ausstrahlt, als auch unter dem Korb seine Stärken hat. Er ist ein exzellenter Rebounder, geht dorthin, wo es weh tut und verfügt dazu über ein hohes Maß an Spielverständnis. Ich denke, dass er sehr gut in unser Konzept passt", wird Korner in der Mitteilung des Bundesligisten zitiert.

Neuer Arbeitsplatz bereits bekannt

Mitte November 2019 wechselte Matthew Tiby in die Bundesliga, als er von den 46ers für den damals an einer schmerzhaften Wirbelsäulenerkrankung leidenden Luke Petrasek nachverpflichtet wurde. Am 14. Spieltag (seine sechste Partie für Gießen) stand er dann erstmals auf dem Parkett der Oberfrankenhalle. Für den damals gerade 27 Jahre alt gewordenen US-Boy gab es mit den Hessen dabei jedoch nichts in Bayreuth zu holen. Medi gewann die Partie mit 115:99. Tiby steuerte acht Punkte, vier Rebounds und zwei Assists für die 46ers bei.

Im zweiten Aufeinandertreffen Anfang Februar waren es zwölf Punkte, fünf Rebounds und drei Assists, die Matt zum 100:92-Heimsieg der 46ers über Bayreuth in der Sporthalle Ost erzielen konnte. In insgesamt 14 BBL-Einsätzen für Gießen erzielte Matthew Tiby im Schnitt 11,5 Punkte, holte 5,8 Rebounds und gab 2,3 Korbvorlagen.

Reichliche Europa-Erfahrung

Tiby verfügt über viel Erfahrung in Europa. Nach einem Jahr in Ungarn (Atomeromu SE, 2016/17) zog es den 27-Jährigen nach Belgien. Mit Belfius Mons-Hainaut (36 Spiele, 9,1 Punkte, 7,1 Rebounds) spielte er auch im FIBA-Europe-Cup (9,2 Punkte, 7.5 Rebounds) Zur Saison 2018/19 wechselte er zu Demir Insaat Büyükcekmece Basketbol in die Türkei, wo er mit dem Ex-Bayreuther Danny Gibson zusammen spielte und im Schnitt in 26 Spielen 11,4 Punkte sowie 5,4 Rebounds verbuchen konnte. Die folgende Saison führte ihn nach Italien, zum Erstligisten Vanoli Cremona. Nach nur acht Spielen (10,0 Punkte, 4,3 Rebounds) wechselte er aus der Lombardei nach Hessen - und nun nach Oberfranken.