Dass die Stadt Bayreuth enormes innovatives und kreatives Potenzial birgt, davon konnte sie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Innovationsprogramms „Kreative Zentren“ überzeugen. Wie die Stadt Bayreuth berichtet, habe sie sich erfolgreich für eine Teilnahme an dem Programm beworben und werde nun eine von drei bayerischen Modell-Kommunen.
Mit dem Förderprogramm „Kreative Zentren“ knüpfe der Freistaat an die Aktivitäten des im Frühjahr 2022 erfolgreich abgeschlossenen Fitnessprogramms „Starke Zentren“ an. Er richte dabei seinen Fokus neben verschiedenen innenstadtrelevanten Themen insbesondere auf die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Ziel sei es, durch neue kreative Ansätze zur Stärkung des überörtlichen Versorgungsauftrages sowie des kreativen Potenzials von zentralen Orten beizutragen. Die Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit der Innenstädte und Ortszentren soll nachhaltig erhöht werden.
Hierfür werde Bayreuth sowie zwei weiteren ausgewählten Modell-Kommunen für sechs Monate ein Gutachterbüro zur Seite gestellt, das diese bei der Erarbeitung eines eigenständigen kommunalen Entwicklungskonzeptes unterstützt.
Kreative Ansätze für die Bayreuther Innenstadt
Die Stadt Bayreuth möchte durch die Teilnahme am Bayerischen Modellprojekt „Kreative Zentren“ insbesondere neue Entwicklungsstrategien entwickeln, um das innovative Potenzial des Standorts für die Innenstadt verstärkt nutzbar zu machen. Denn Innovation und Kreativität seien zwei fest miteinander verbundene Aspekte.
„In Bayreuth haben wir einen bunten Mix an innovativen und kreativen Geschäftsideen. Für diese wollen wir neue Räume schaffen – auch in der Innenstadt. Denn mit Innovation und Kreativität bleibt unsere Innenstadt lebendig“, betonte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger bei der Bekanntgabe der Modell-Kommunen und der Aushändigung der Sieger-Urkunden am Freitag (9. Dezember 2022) in Beilngries.
Ansätze, über Initiativen für Zwischennutzungen Leerstände in Wert zu setzen, werden in Bayreuth bereits erfolgreich umgesetzt – jüngstes Beispiel hierfür sei der „Art Space“ in der ehemaligen Jean-Paul-Apotheke in der Friedrichstraße. Mithilfe des Programms „Kreative Zentren“ soll nun auch der Projektansatz weiterentwickelt werden, für Startups und Kleinunternehmen im innerstädtischen Umfeld attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Dies soll sowohl die Multifunktionalität der Innenstadt stärken, als auch die Innenstadt aktiv in das Innovationsgeflecht des Gründerstandortes Bayreuth einbinden, um damit neue wirtschaftliche Impulse zu ermöglichen.
Ein erster Entwicklungsimpuls wurde mit dem Interims-Gründerzentrum „Startup Point“ in der Mainstraße bereits vor zwei Jahren von der Stadt Bayreuth selbst gesetzt: In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt wurde ein erfolgreicher Anlaufpunkt für Unternehmensgründungen etabliert. In einem professionellen Umfeld können sich dort Geschäftsideen entwickeln und mit anderen Startups vernetzen. Vergleichbare Ansätze, wie zum Beispiel Coworking-Flächen, Ateliers für Kleingewerbe oder Räume für die Kreativwirtschaft seien in der Innenstadt in verschiedensten Teilbereichen denkbar und sollen verstärkt untersucht werden.