Kind in Auto eingesperrt - 30 Gaffer filmen Rettungseinsatz: Am Rastplatz Fränkische Schweiz war am Freitag (10. Juli 2020) ein Kind im Auto eingesperrt, das berichtet die Freiwillige Feuerwehr Pegnitz. Es folgte ein Rettungseinsatz, bei dem Schaulustige für viel Verärgerung sorgten.

Der Vorfall spielte sich am Abend ab. Der Vater hatte das Kind nur kurz im Fahrzeug zurückgelassen - dann verriegelte das Auto.

Circa 30 Schaulustige versammeln sich am Einsatzort

Da sein Schlüssel ebenfalls im Wagen lag, konnte der Vater das Fahrzeug nicht mehr öffnen. Die Feuerwehr rückte an. Kommandant Roland Zahn sprach mit dem Vater: Seine eingesperrte Tochter sollte die Tür von innen öffnen, das kleine Mädchen verstand ihn aber nicht. Das Alter des Kindes schätzt der Kommandant auf vier bis fünf Jahre.

Derweil versammelten sich am Einsatzort etwa 30 Gaffer, die teilweise mit ihren Handys filmten. "Das war heftig", sagt der Kommandant inFranken.de. "Teilweise sind sie auch nach einer Aufforderung nicht abgerückt."

Schließlich konnte die Tür ohne weiteren Schaden geöffnet werden. Dem Mädchen ging es zum Glück gut. "Es war keine Gefahr im Verzug", so Kommandant Zahn. 

Gaffer helfen nicht mit

Auf die Frage, ob einige Umstehende geholfen hätten, reagiert Zahn nüchtern. "Nein. Man muss ja filmen, da kann man ja nicht auch noch helfen."

In der Fränkischen Schweiz hat ein Autofahrer einen Motorradfahrer übersehen. Es kam zum Frontalzusammenstoß.