Schwertransporte auf deutschen Autobahnen sind keine Seltenheit. Doch wenn bei der Ladungssicherung geschlampt wird, kann das lebensgefährlich werden. Rostige Ketten, fehlende Genehmigungen und ein Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis - bei einer Kontrolle bei der A9 in Oberfranken kam einiges zusammen.

Die Verkehrspolizei Bayreuth stoppte vor rund zwei Monaten drei Schwertransporte am Parkplatz Sophienberg-West, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Was als Routinekontrolle begann, entwickelte sich zu einem wochenlangen Stillstand für die Fahrzeuge. Am Ende musste eine andere Spedition die Ladung übernehmen, berichtet die Polizei.

Wärmetauscher auf A9-Parkplatz: Fahrer ohne Fahrerlaubnis - Sicherheitsleistung fällig

Die drei rumänischen Fahrer hatten große Wärmetauscher geladen, die von Bulgarien nach Spanien transportiert werden sollten, heißt es vonseiten der Polizei Bayreuth. Bereits während des Gesprächs sei einer der Männer durch nervöses Verhalten aufgefallen. Er habe versucht, sich unauffällig zum WC-Häuschen zu entfernen.

Der Grund wurde demnach schnell klar: Dem 52-Jährigen sei bereits 2018 von einem deutschen Gericht untersagt worden, seine ausländische Fahrerlaubnis in Deutschland zu nutzen. Hintergrund sei eine Trunkenheitsfahrt gewesen. Eine neue Fahrerlaubnis habe er nie beantragt.

Gegen den Mann wurde laut Polizei ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Noch vor Ort habe er 1500 Euro als Sicherheitsleistung bezahlen müssen.

Rostige Ketten und fehlende Genehmigungen: Transporte sofort gestoppt

Des Weiteren habe die rumänische Transportfirma keine gültigen Genehmigungen für die Fahrten gehabt, so die Polizei. Jeder der drei Transporte habe fast 30 Tonnen gewogen und sei ungewöhnlich breit und hoch gewesen. Bei solchen Spezialtransporten müsse normalerweise eine deutschsprachige Fachperson dabei sein - das sei hier nicht der Fall gewesen.

Die beiden Begleitfahrzeuge seien zwar vorhanden gewesen, doch deren Fahrer hätten weder die nötigen Schulungsnachweise noch Deutschkenntnisse gehabt. Besonders gravierend: Die Ladungssicherung sei laut Polizei mangelhaft gewesen. Die Zurrketten seien rostig, teilweise beschädigt und nicht richtig befestigt gewesen.

Die Polizei habe sofort entschieden: Die Transporte dürfen nicht weiterfahren. Die Fahrzeuge blieben am Parkplatz stehen - für mehrere Wochen.

Dänische Firma erfuhr erst durch Polizei vom Vorfall - fast 52.000 Euro eingezogen

Während der Wartezeit habe sich der Eigentümer der Wärmetauscher aus Dänemark bei der Polizei gemeldet, heißt es in der Mitteilung. Die dänische Firma habe offenbar schon länger nach der Lieferung gesucht. Die rumänische Transportfirma habe den Vorfall in Bayreuth verschwiegen und sogar falsche Standorte gemeldet.

Für das dänische Unternehmen habe die Verzögerung einen erheblichen finanziellen Schaden bedeutet, geht aus der Mitteilung hervor. Der Auftrag sei der rumänischen Firma entzogen und an eine andere Spedition vergeben worden. Vergangene Woche habe die neue Transportfirma die Wärmetauscher unter Polizeiaufsicht verladen. Dafür habe ein Teil des Parkplatzes von der Autobahnmeisterei gesperrt werden müssen.

Zusätzlich zu den Geldbußen und Verfahren gegen die Fahrer betreibe die Polizei eine sogenannte Vermögensabschöpfung, heißt es in der Mitteilung. Der Gewinn aus dem illegalen Transport werde eingezogen - in diesem Fall seien das fast 52.000 Euro.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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