Zocken an der Börse kann einen schnell reich, aber genauso schnell arm machen. Vieles ist weder plan- noch vorhersehbar. Oder wer hätte gedacht, dass eine Erfolgsaktie wie die des Autoherstellers VW letztes Jahr nach über 15 Jahr Aufwind derart einbrichen würde? Der einzige Index, der seit vier Jahrzehnten konstant nach oben zeigt und noch nie einen Einbruch hatte, ist der steigende Bierpreis am Oktoberfest. Aber auf dem kann man bekanntlich ja kein gewinnbringendes Geld setzten.

Diese Tücken am Aktienmarkt haben einmal mehr die Teilnehmer des Börsen-Planspiels der Sparkasse machen dürfen. "Wir gehen heuer in die 33. Runde des Planspieles und freuen uns dabei über einen neuen Rekord: Es wurden 194 imaginäre Depots eröffnet. So viel wie noch nie seit 1983", schilderte Sparkassenvorstandsmitglied Thomas Endres bei der Siegerehrung im Rechenzentrum der Sparkasse. Neben Schulen und Gymnasien in der Stadt und im Landkreis Bamberg hätten sich an dem Planspiel auch einige Bamberger Studenten beteiligt und dabei ihre Erfahrungen an der Börse mit Erfolg gemeistert.

Gespielt wurde in der Zeit von Oktober bis Dezember. Die Teams kamen aus fünf Ländern und gehandelt wurde an sechs europäischen Börsenplätzen. "Insgesamt haben am Schülerspiel 35 083 Teams teilgenommen und in 919 645 Aufträgen fast vier Milliarden Euro umgesetzt", erläuterte die Planspielbetreuerin bei der Sparkasse Bamberg, Petra Schäftlein. Bei den Studenten waren es 4553 Teams. Sie setzten knapp 1,3 Milliarden Euro um. Von den 761 Bamberger Teilnehmern, die 194 Depots eröffnet hatten, haben 105 Teams ihren Depotwert erhöht. 78 Teams hingegen hatten mehr oder weniger heftige Verluste eingefahren.

Das beste Team in der Schülerwertung bei der Sparkasse Bamberg war diesmal die Spielgruppe "Die Sparkassen Gang" der Mittelschule Bischberg. Seit Spielbeginn entwickelte sich ihr Depotwert stetig nach oben. Erst auf Spielschluss ging es leicht bergab. Aber mit einem Vorsprung von über 1000 Euro gegenüber dem zweiten Platz war der Sieg sicher. Ihr Depotvermögen steigerte die Spielgruppe von 50 000 auf 60 202,00 Euro und erzielte damit sogar in Bayern den dritten Platz. Auf dem zweiten Platz bei der Sparkasse Bamberg landete die Schülergruppe "Agenda Corp" der Mittelschule Hirschaid mit einem Endkapital von 59 169,09 Euro. Platz drei belegte die Gruppe "World Doctors" ebenfalls von der Mittelschule Hirschaid mit 57 169,36 Euro.

Auch eine Studentin der Otto-Friedrich-Universität Bamberg spekulierte erfolgreich an der Börse. Mit Ihrem Depot "Create" sicherte sich Julia Marschall den ersten Platz in Bamberg und den zweiten Platz in Bayern.